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Thailand

Zwei Tote bei neuem Ausbruch von Gewalt in Bangkok


In Bangkok sind in der seit Wochen von Gegnern der thailändischen Regierung besetzten Innenstadt bei einem neuen Gewaltausbruch zwei Polizisten getötet worden. Die Regierung von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva erklärte am Sonnabend, ihr Angebot zur Beilegung der politischen Krise bleibe ungeachtet der neuen Gewalt weiter auf dem Tisch.
© afp

Unbekannte feuerten am Freitagabend von einem Motorrad aus Schüsse auf Polizei und regierungsfreundliche Demonstranten. Ein Beamter starb an einem Bauchschuss. Drei seiner Kollegen sowie zwei Zivilisten wurden verletzt. Bei einem zweiten Angriff schossen Unbekannte am Sonnabendmorgen drei Granaten auf Polizisten ab. Ein weiterer Polizist starb, vier wurden verletzt.

Die Polizei erklärte, es sei zu früh, um Aussagen über die Täter machen zu können. Polizeigeneral Santan Chayanol geht davon aus, dass es Ziel der Angriffe gewesen sei, „Chaos zu verursachen“.

Ein Regierungssprecher sagte am Sonnabend, der Fahrplan zur Beendigung der Krise gelte dennoch weiter. Sowohl Regierung als auch die als Rothemden bekannten Demonstranten wollten wieder Frieden im Land. Durch die seit fast zwei Monaten andauernden Besetzungen und Proteste hat Thailand Einkommensverluste im Wert von Millionen von Dollar in der wichtigen Tourismusbranche erlitten.

Die Regierungsgegner, zumeist Anhänger des 2006 gestürzten Regierungschefs Thaksin Shinawatra, demonstrieren seit seit Mitte März in Bangkok. Bisher starben dabei bei Gewaltausbrüchen fast 30 Menschen, mehr als 900 wurden verletzt.

Zur Zeit gibt es Verhandlungen über ein Ende der Proteste. Ministerpräsident Abhisit hatte am Montag Neuwahlen für den 14. November angekündigt und einen fünf Punkte-Fahrplan für die nächsten Monate vorgelegt. Das Oppositionsbündnis UDD hat dem Plan im Prinzip zugestimmt, setzt Proteste im Geschäftsviertel aber noch fort.

dpa

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