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Terrorverdächtige in Istanbul festgenommen

Am Atatürk-Flughafen Terrorverdächtige in Istanbul festgenommen

Knapp eine Woche nach dem verheerenden Anschlag auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen sind zwei mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bei ihrer Einreise in die Türkei festgenommen worden. Laut Medienberichten hatten die Männer militärische Ausrüstung dabei.

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Türkische Sicherheitskräfte haben am Atatürk-Flughafen offenbar zwei mutmaßliche IS-Mitglieder aufgegriffen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Istanbul. Bei den Verdächtigen handele es sich um zwei Männer aus Kirgistan im Alter von 25 und 35 Jahren. Wie die Nachrichtenagentur Dogan am Montag berichtete, erfolgte der Zugriff am Vorabend. Im Gepäck der Festgenommenen wurden den Angaben zufolge Nachtsichtfernrohre, militärische Kleidung und zwei Pässe gefunden, die nicht ihnen gehören.

Die Männer wurden am Montag von Anti-Terror-Einheiten verhört. Dem Sender CNN Türk zufolge habe die Polizei die beiden Verdächtigen in der Ankunftshalle des Atatürk-Flughafens aufgegriffen.

Viele IS-Anhänger aus Zentralasien

Die türkischen Behörden arbeiten an der Aufklärung des Dreifach-Anschlags vom 28. Juni, bei dem am Atatürk-Flughafen 45 Menschen getötet und mehr als 260 verletzt wurden. Von den Verletzten werden 49 noch immer im Krankenhaus behandelt, darunter 17 auf der Intensivstation. Die drei Attentäter stammten laut der Regierung aus Russland, Usbekistan und Kirgistan.

Aus den früheren Sowjet-Republiken in Zentralasien erhält der IS starke Unterstützung für seine Kampfeinsätze im Irak und in Syrien. Der russische Präsident Wladimir Putin sprach im Oktober vergangenen Jahres von bis zu 7000 IS-Kämpfern, die aus den Ex-Sowjetrepubliken stammten.

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Nach dem Anschlag auf den Atatürk-Flughafen haben die türkischen Behörden bereits 13 Verdächtige wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Mordes angeklagt und inhaftiert. Unter den Angeklagten seien zehn Türken, berichtete Dogan.

Ministerpräsident Binali Yildirim teilte am Montag mit, die Polizei sei in erhöhter Alarmbereitschaft, um den Atatürk-Flughafen und andere gefährdete Bereiche in Istanbul zu schützen. Dazu zählten auch U-Bahn-Stationen und der Marmaray-Tunnel, eine 13 Kilometer lange Tunnelverbindung zwischen dem europäischen und dem asiatischen Teil Istanbuls.

Zu dem Anschlag am Atatürk-Flughafen bekannte sich bislang niemand. Die türkischen Behörden machen den IS dafür verantwortlich. In türkischen Medien wird der Tschetschene Achmed Schatajew als Drahtzieher genannt. Wie die Zeitung "Hürriyet" in der vergangenen Woche berichtete, ist er der Anführer der Istanbuler IS-Zelle. Er soll demnach auch die Anschläge auf eine deutsche Touristengruppe im Stadtviertel Sultanahmet im Januar und auf die Einkaufsstraße Istiklal im März gesteuert haben.

afp/dpa/RND

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