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Zweiter Anschlag trifft Jugendlager nahe Oslo – mehrere Tote

Norwegen Zweiter Anschlag trifft Jugendlager nahe Oslo – mehrere Tote

Wenige Stunden nach der Bombenexplosion in Oslo hat ein als Polizist verkleideter Mann auf Jugendliche in einem sozialdemokratischen Ferienlager Schüsse abgefeuert. Das meldete der TV-Sender NRK am Freitag unter Berufung auf Augenzeugen. Es soll Tote gegeben haben.

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Zahlreiche Rettungsfahrzeuge sind nach dem Anschlag auf das Jugendlager im Einsatz.

Quelle: Screenshit/Varden.no

Bei dem Schusswaffen-Anschlag auf ein Jugendlager der regierenden norwegischen Arbeiterpartei sind am Freitag mehrere Menschen getötet worden. Dies berichtete der Sender TV2 am Abend. Ein als Polizist verkleideter Täter hatte anderen Medienberichten zufolge auf einer Insel nahe Oslo das Feuer auf die Jugendlichen eröffnet und mindestens fünf Menschen verletzt. Die Polizei habe eine Person festgenommen.

Eine schwere Explosion hat am 22. Juli 2011 das Regierungsviertel der norwegischen Hauptstadt Oslo erschüttert, es gab Tote und Verletzte.

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Die Polizei bestätigte nach Angaben des staatlichen Rundfunksenders NRK, das es einen Zusammenhang mit dem verheerenden Bombenanschlag auf das Zentrum Oslos gab, bei dem kurz zuvor das Regierungsviertel zerstört worden war. Auch dort starben mindestens zwei Menschen. Ministerpräsident Jens Stoltenberg sollte am Samstag das Jugendcamp seiner Partei auf der Insel Utoeya südlich der Hauptstadt besuchen. Die Polizei hielt Stoltenbergs Aufenthaltsort nach dem Bombenanschlag am Freitag geheim.

Die Lage in dem von 560 Mitgliedern der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF besuchten Lager auf der kleinen Insel Utøya im Bezirk Buskerud sei "chaotisch", hieß es. Polizisten einer Anti-Terror-Einheit mit schusssicheren Westen seien auf dem Weg zum Tatort. In weiteren Medienberichten hieß es, dass unter den Jugendlichen in dem Lager Panik ausgebrochen sei. Mehrere Mädchen und Jungen seien von der Insel aus ins Wasser gesprungen und an Land geschwommen. Bei dem fünftägigen Camp sollte auch Ministerpräsident Jens Stoltenberg einen Gastauftritt haben. Stoltenberg sagte im Sender TV2, es gebe in dem Ferienlager "eine ernste Lage".

Die Insel ist geschätzt rund eine Autostunde von Oslo entfernt. Wegen möglicher weiterer Anschläge ließt die Polizei den Hauptbahnhof in Olso räumen und forderte alle Menschen zum Verlassen der Innenstadt auf.

dpa/rtr/frs

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Norwegen
Auf den Straßen im Osloer Stadtzentrum lagen nach Zeugenangaben zahlreiche blutüberströmte Menschen.

Eine Bombenexplosion hat am Freitag das Regierungsviertel von Oslo erschüttert. Es gab mehrere Tote und Verletzte, Bilder vom Anschlagsort zeigten verwüstete Gebäude und Straßen. Wenig später wurde auch ein Jugendlager der Arbeiterpartei von Norwegens Ministerpräsident Stoltenberg angegriffen – die Polizei bestätigte einen Zusammenhang zu dem Bombenanschlag in Oslo.

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