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Nachrichten Politik Guido Westerwelle – Stationen seines Lebens

Guido Westerwelle – Stationen seines Lebens

Mehr als 30 Jahre Politik, zehn Jahre FDP-Chef, vier Jahre Außenminister - Guido Westerwelle gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Politik. Jetzt ist er mit nur 54 Jahren an den Folgen von Blutkrebs gestorben.

Quelle: dpa

Zu Beginn der 80er Jahre fiel Guido Westerwelle zum ersten Mal auf: Als im Bonner Hofgarten Hunderttausende gegen die Nachrüstung demonstrierten, stand er mittendrin und verteilte Flugblätter – dafür. Nach dem Ende der sozialliberalen Koalition 1982 war Westerwelle bei der Gründung des neuen rechtsbürgerlichen FDP-Nachwuchs' dabei, der Jungen Liberalen. Im Jahr darauf wurde er deren Vorsitzender – der Beginn eines Lebens fast ausschließlich für die Politik. 1984 saß Westerwelle (r.) neben dem damaligen FDP-Vorsitzenden und Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (M) auf dem Bundestag der Jungen Liberalen.

Quelle: Christine Pfund/dpa

Mit 39 wurde Westerwelle FDP-Chef und machte sich daran, die Liberalen vom Mehrheitsbeschaffer zur "Partei des ganzen Volkes" zu verwandeln. Er ließ sich zum Kanzlerkandidaten ausrufen (der erste in der Geschichte der FDP), reiste im Wohnmobil (dem "Guidomobil") durch die Republik, stieg bei "Big Brother" in den Container und malte sich eine gelbe "18" als Wahlziel auf die Schuhsohle. Westerwelle lag damals im Zeitgeist, hielt im Bundestag die besten Reden. Kritiker warfen ihm einen "Spaßwahlkampf" vor. Und zunächst blieb er mit der FDP in der Opposition: Bei der Bundestagswahl 2002 holten die Liberalen 7,4 Prozent. Es reichte nicht für eine Koalition mit der Union.

Quelle: Ulrich Perrey/dpa
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