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Nachrichten Politik So denken Griechen über die Krise

So denken Griechen über die Krise

„Ich bin besorgt, beunruhigt – ja: Ich habe Angst. Was, wenn die Leute hier am Sonntag mit Nein stimmen? Lassen uns dann die Europäer dann fallen? Für uns junge Menschen ist es doch jetzt schon schlimm, kaum wer hat Arbeit. Ich habe nächstes Jahr meinen Abschluss. Ich hätte dann schon gern eine andere Arbeit als meinen jetzigen Kellnerjob.“

Alexandros Tsichlakis, 22, studiert Betriebswirtschaftslehre

Quelle: Kormbaki

„Klares Nein zum Referendum, klare Verweigerung. Griechenland hat keine Zukunft im Euro und auch keine in der EU. Dort werden wir bloß hineingezogen in den globalen, kriegerischen Wettstreit der großen Volkswirtschaften. Lasst uns unsere eigene kleine Wirtschaft aufbauen und die Gewinne den Krankenhäusern, den Schulen, den Bedürftigen zuführen. Das sind vielleicht keine rosigen Aussichten, aber allemal besser als das, was wir jetzt haben. Lasst es uns versuchen.“

Konstantinos Papadimitriou, 25, studiert europäische Geschichte

Quelle: Kormbaki

„Diese Tage sind Tage der Lähmung. Ich weiß nicht, ob ich beim Referendum mit Ja oder Nein stimmen soll. Ich bin nicht einmal sicher, ob ich weiß, worum es da eigentlich geht. Sachliche Argumente bekommt man ja nicht zu hören. Ich weiß nur, dass ich meine Lieferanten nicht bezahlen kann, denn die verlangen die Rechnungen in bar, während meine Kunden meist mit Karte zahlen. Es ist alles so verfahren, eine ernsthafte Lösung für unser Geldproblem ist  nicht in Sicht. Die EU ist schuld, unsere Politiker sind schuld, vor allem aber sind wir griechische Bürger schuld an unserer Lage.“

Areti Parisi, 47, Optikerin

Quelle: Kormbaki
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