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2000 Soldaten aus Munster nach Afghanistan verabschiedet

Bundeswehr 2000 Soldaten aus Munster nach Afghanistan verabschiedet

2000 Bundeswehrsoldaten aus Munster sollen nach Afghanistan. Sie wurden offiziell in den gefährlichen Einsatz verabschiedet. Auch eine Psychologin ist dabei.

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Die Soldaten wurden in den vergangenen Monaten an verschiedenen Standorten speziell für ihren Einsatz vorbereitet.

Quelle: dpa

Munster. Mit einem feierlichen Appell sind in Munster (Kreis Soltau-Fallingbostel) 2000 Bundeswehrsoldaten nach Afghanistan verabschiedet worden. Als Abordnung der verschiedenen Einheiten waren am Donnerstag 400 Soldaten der Panzerlehrbrigade 9 auf dem Rathausplatz angetreten. Bereits Ende Juni sollen die ersten Kontingente an den Hindukusch verlegt werden. Der Dienst der Brigade in Kabul, Kundus, Feisabad oder Masar-i-Scharif soll bis Februar 2012 dauern, nach vier bis sechs Monaten werden die Soldaten abgelöst.

„Als Teil der international tätigen Eingreifkräfte und als Lehrtruppe für den Führungsnachwuchs der gepanzerten Truppen leisten die Soldaten der Brigade seit vielen Jahren einen herausragenden Beitrag für die Landesverteidigung, aber auch für den Heimatschutz in Niedersachsen“, sagte McAllister der Nachrichtenagentur dpa in Hannover. „Den heute in den Afghanistan-Einsatz verabschiedeten 2000 Soldaten wünsche ich das sprichwörtliche „Soldatenglück“ und vor allem eine gesunde und unversehrte Heimkehr.“

Die Soldaten wurden in den vergangenen Monaten an verschiedenen Standorten speziell für ihren Einsatz vorbereitet. Teil der Ausbildung ist auch ein psychologisches Training, das bei schweren seelischen Belastungen helfen soll. „Dazu gehört auch eine Psychologin, die die Soldaten in den Auslandseinsatz begleitet“, berichtete ein Bundeswehrsprecher am Donnerstag.

Schon mehr als 50 Tote in Afghanistan

In Afghanistan sind bislang mehr als 50 Bundeswehrsoldaten ums Leben gekommen. Allein seit Ende Mai fielen bei drei Anschlägen innerhalb von nur neun Tagen insgesamt vier Soldaten. Derzeit sind knapp 5000 Bundeswehrsoldaten am Afghanistan-Einsatz der insgesamt 132 000 Mann starken internationalen Isaf-Schutztruppe beteiligt. Munster ist mit noch 6000 Soldaten und 1000 Zivilbeschäftigten der größte Heeresstandort in Deutschland.

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) zeichnete die Brigade am Donnerstag mit dem von Ministerpräsident David McAllister (CDU) verliehenen Fahnenband aus. „In all den Jahren ihres Bestehens hat sie einen elementaren Beitrag zum Erhalt des Friedens geleistet“, sagte der Minister in Munster und dankte den Soldaten auch für ihren Einsatz bei der Katastrophenhilfe etwa bei den Elbehochwassern.

„Bleiben Sie behütet“, hatte Landesbischof Ralf Meister am Morgen bei einem ökumenischen Gottesdienst in Munster den Soldaten gewünscht. Der Einsatz sei umstritten geblieben, sagte Meister in seiner Predigt. „Es ist ein Auftrag, den Sie ausführen, den Ihnen niemand wünscht“, so der Landesbischof. An der Verabschiedung nahmen auch 1000 Familienangehörige teil.

dpa

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