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IG Metall

25-Stunden-Woche soll Jobs in Niedersachsen sichern

Von Dirk Stelzl

Mit einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf bis zu 25 Stunden will die IG Metall in Niedersachsen Arbeitsplätze sichern. Das hat IG-Metall-Bezirksleiter Hartmut Meine in Gesprächen mit dem Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall über Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung in der Krise vorgeschlagen.
© ddp (Symbolbild)

Die 25-Stunden-Woche solle möglich sein, „wenn Kurzarbeit nicht mehr geht“. Die Lohneinbußen für die Beschäftigten müssten aber teilweise ausgeglichen werden.

Die Gewerkschaft erwartet keine baldige Verbesserung der Branchenkonjunktur, sondern weiterhin schwierige Zeiten. Deshalb schlägt sie ein neues tarifliches Modell zur Beschäftigungssicherung in Betrieben vor, die Möglichkeiten der Kurzarbeit ausgeschöpft haben. Unternehmen, die 2009 mit Kurzarbeit begonnen haben, können bis zu 24 Monate verkürzt arbeiten. Bei einem Beginn im kommenden Jahr sind bis zu 18 Monate Kurzarbeit möglich. Meine appellierte an die Firmen, die Kurzarbeitregelung „umfänglich“ zu nutzen, um Entlassungen zu vermeiden.

Die bestehende tarifliche Regelung erlaubt eine Verringerung der Wochenarbeitszeit von regulär 35 auf bis zu 29 Stunden – allerdings ohne Entgeltausgleich. Das heißt: Wer weniger arbeitet, bekommt auch weniger Geld.

Die IG Metall will nun erreichen, dass Betriebe bei schlechter Auftragslage die Arbeitszeit um weitere vier Stunden auf 25 Stunden senken können. Allerdings sollen damit verbundene Gehaltseinbußen der Beschäftigten zur Hälfte von den Unternehmen ausgeglichen werden. Die Arbeitnehmer erhielten etwa 82 Prozent ihres Nettoverdienstes und bekämen eine Beschäftigungsgarantie, erklärte die Gewerkschaft. Weitere Details müssten noch geklärt werden. Auch die Firmen profitierten: Sie hätten eine Kostenersparnis – und könnten Fachkräfte halten. „Der erste Tag nach der Krise ist der erste Tag des Fachkräftemangels.“

NiedersachsenMetall zeigte sich offen für den Vorstoß. „Wir finden es richtig, darüber zu diskutieren“, sagte ein Sprecher. Das Arbeitszeitmodell dürfe aber nicht mit der Voraussetzung verknüpft sein, dass Firmen erst die Kurzarbeiterregelung maximal ausschöpften. Für viele Betriebe sei Kurzarbeit schon jetzt zu teuer, weil dabei Urlaubs- und Weihnachtsgeld gezahlt werden müsse. Ein weiteres Gespräch der Tarifvertragsparteien zur Beschäftigungssicherung ist für den 25. Januar anberaumt.

Stellenabbau geringer: Die deutschen Maschinenbauer streichen in diesem Jahr weniger Arbeitsplätze als befürchtet. Im Sommer hatte die Branche mit einem Abbau von 60 000 Stellen gerechnet. Jetzt zeige sich, dass die Zahl von 40.000 Arbeitsplätzen sehr viel wahrscheinlicher sei.

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