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Diese Abgeordneten verdienen kräftig nebenbei

Nebeneinkünfte Diese Abgeordneten verdienen kräftig nebenbei

Einmal im Jahr veröffentlicht die Seite abgeordnetenwatch.de eine Liste mit den Nebeneinkünften der Bundestagsabgeordneten. Der niedersächsische CDU-Abgeordnete Albert Stegemann aus Ringe (Grafschaft Bentheim) liegt dabei mit Bruttoeinnahmen von 1,2 Millionen Euro auf dem dritten Platz der Großverdienerliste.

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Die Bundestagsabgeordneten Daniela de Ridder und Albert Stegemann gehören zu den Spitzenverdienern im Bundestag.

Quelle: dpa/Montage

Hannover/Berlin. Seit einigen Jahren sind die Abgeordneten des Deutschen Bundestages verpflichtet, ihre Nebeneinkünfte mitzuteilen. Im Jahr 2015 haben alle Parlamentarier mindestens 18 Millionen Euro nebenbei verdient, wie abgeordentenwatch.de mitteilte. Die Angaben der Bundestagsmitglieder sind dabei allerdings nur in einem zehnstufigen System vorgesehen. Die letzte Stufe beginnt bei 250.000 Euro – kein Parlamentarier ist gezwungen, die tatsächliche Summe anzugeben.

Mindestens 18 Millionen Euro haben die Abgeordneten des Bundestags zuletzt nebenbei kassiert. Vor allem Unionspolitiker profitierten von ihren Nebeneinkünften. Die Top-Verdiener in einer Übersicht. 

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Spitzenverdiener im Bundestag sind die Landwirte Philipp Graf Lerchenfeld, CSU (mindestens 1.729.500 Euro) und Johannes Röring, CDU (mindestens 1.321.500). Stegemann aus Niedersachsen folgt mit mindestens 1.206.000 Euro auf dem dritten Platz. Bei allen handelt es sich aber – darauf weist abgeordnetenwatch.de ausdrücklich hin – um Bruttozuflüsse, von denen Landwirte unter Umständen Maschinen oder Mitarbeitergehälter bezahlen müssen. Ihr tatsächlicher Gewinn dürfte deutlich geringer ausfallen.

Mit weitem Abstand folgt in Niedersachsen die SPD-Abgeordnete Daniela de Ridder auf Platz zwei. Die Unternehmensberaterin aus dem Wahlkreis Mittelems nahm mindestens 231.000 Euro ein. Dahinter folgen Roy Kühne (CDU, mindestens 199.000 Euro) und Franz-Josef Holzenkamp (mindestens 190.000 Euro). Auch bei ihnen gilt, dass es sich nicht um den Gewinn, sondern um Einnahmen handelt, von denen gegebenenfalls Mitarbeiter bezahlt werden müssen.

Der Musikproduzent Diether Dehme (Die Linke) liegt in der Gesamtliste des Bundestags auf Platz 61 (mindestens 45.000), der ehemalige Grünen-Chef Jürgen Trittin kommt ebenfalls auf mindestens 45.000 Euro Zusatzeinkünfte. SPD-Parteichef Sigmar Gabriel hat dagegen mindestens 24.000 Euro zusätzliche Einkünfte angegeben. Die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Edelgard Bulmahn (Hannover) und Matthias Miersch (Laatzen) haben jeweils mindestens 21.000 Euro eingenommen.

Vor Jahren hatte der Rechtsanwalt Miersch seine Nebeneinkünfte damit erklärt, dass er als Selbstständiger nach einem möglichen Ausscheiden aus dem Bundestag ein berufliches Standbein brauche. Und Abgeordnete, die nichts dazuverdienen dürften, würden dann noch mehr an ihrem Mandat kleben.

sbü

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