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AfD hält Geheim-Parteitag in Hannover ab

Landesverband Niedersachsen AfD hält Geheim-Parteitag in Hannover ab

Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Alternative für Deutschland (AfD) am Wochenende in Hannover einen Parteitag abgehalten. Dabei soll der Landesvorsitzende Armin-Paul Hampel für Irritationen unter den Delegierten gesorgt haben, als er in einer Ansprache erklärte, er brauche eine Auszeit von seinem Posten als Landeschef – und daraufhin die Tagung verließ.

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Armin-Paul Hampel, Landesvorsitzender der AfD in Niedersachsen.

Quelle: dpa/Archiv

Hannover. „Hampel erklärte am Sonntagmittag dem Parteitag, er müsse darüber nachdenken, ober noch länger Landesvorsitzender der AfD Niedersachsen sein wolle. Dafür wolle er sich eine Auszeit von 14 Tagen nehmen“, schreibt der ehemalige Vize-Vorsitzende des Landesverbands und jetzige Chef der Rintelner AfD, Jens Wilharm, auf der Homepage des Stadtverbands. Willharn erklärte auf Anfrage, dass er selber bei Hampels Ansprache nicht mehr dabei gewesen sei. Ihn hätten aber zahlreiche Kurznachrichten von Parteifreunden erreicht, die „mit Unverständnis“ auf Hampels Ansage reagiert hätten. „Ein Grund für Hampels Rücktritt auf Zeit war zunächst nicht ersichtlich“, schrieb Wilharm in seinem Beitrag. Der Parteichef habe daraufhin den Parteitag verlassen, sei abends dann aber bei der Wahl in Berlin gewesen.

Hampel selbst war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Sein Stellvertreter Jörn König erklärte, Hampel habe gesagt, er brauche nach dem Stress der vergangenen Wochen eine Pause von 14 Tagen. Danach werde er selbstverständlich der Partei wieder als Landesvorsitzender zur Verfügung stehen. Hampel ist das bekannteste Gesicht der niedersächsischen AfD und zudem auch als Mitglied des Bundesvorstands aktiv.

Zwei Tage lang habe sich die niedersächsische AfD getroffen, um die Satzung der Landespartei an die Bundessatzung anzupassen, einige Vorstandsmitglieder neu zu wählen und auch die Kommunalwahl auszuwerten, sagte Wilharm. Der letzte Parteitag der Niedersachsen-AfD habe im April 2015 stattgefunden, „da war es einfach mal wieder Zeit“. Auf Anfrage bestätigte König, der auch Vorsitzender des Kreisverbands Hannover Stadt ist, dass man Ort und Zeit des Parteitags aus Sorge vor Störern geheim gehalten habe. Bereits im Wahlkampf hatte sich die Partei über wiederholte Attacken auf Info-Stände, die Zerstörung von Wahlplakaten und Störern bei Wahlkampfveranstaltungen beschwert. Hampel hatte deshalb in der Woche vor der Kommunalwahl am 11.  September angekündigt, dass seine Partei prüfen lasse, ob man die Wahl wegen der zahlreichen Behinderungen anfechten werde. Eine landesweite Klage gegen die Wahl ist allerdings nach Angaben der Landeswahlleitung nicht möglich. Statt dessen kann nur jede Kreis- oder Ratswahl einzeln angefochten werden. Die Partei will nun prüfen, ob und wo sie klagt.

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