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Afrika-Flüchtlinge nach Friedland?

Forderung von Menschenrechtlern Afrika-Flüchtlinge nach Friedland?

Im Grenzdurchgangslager Friedland könnten nach Auffassung von Menschenrechtsorganisationen auch Flüchtlinge aus Afrika aufgenommen werden. Das Land Niedersachsen stehe in besonderer Verantwortung.

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Quelle: dpa

Hannover. Angesichts der dramatischen Lage in Nordafrika haben Menschenrechtsorganisationen vom Land Niedersachsen die Aufnahme akut gefährdeter Flüchtlinge verlangt. Mit dem Grenzdurchgangslager Friedland stehe Niedersachsen in einer besonderen Verantwortung, hieß es in einer am Montag an Landtagspräsident Hermann Dinkla (CDU) überreichten Petition. „Hier geht es um eine akute Lösung für Flüchtlinge, die zwischen alle Fronten geraten sind“, sagte Kai Weber vom Flüchtlingsrat Niedersachsen. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen habe für rund 6000 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge um eine Aufnahme in die EU gebeten. „Es geht nicht um eine Debatte, ganz Afrika nach Europa zu holen“, betonte Weber.

Auf der bevorstehenden Innenministerkonferenz solle Niedersachsen sich für einen Beschluss der Bundesländer zur Aufnahme von Flüchtlingen einsetzen, hieß es in der Petition. Auch der Aufnahme von Irak-Flüchtlingen in den Jahren 2009 und 2010 sei eine gemeinsame Zustimmung der Länder vorangegangen. Die Erstaufnahme der rund 2500 Irak-Flüchtlinge war damals über das Durchgangslager in Friedland im Kreis Göttingen gelaufen. Angesichts von inzwischen rund 1600 im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlingen drängten die Menschenrechtsorganisationen zu schnellem Handeln.

dpa/frx

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