Volltextsuche über das Angebot:

16°/ 10° stark bewölkt

Navigation:
Aktivisten stören Pressekonferenz der AfD

Rechtspopulistische Partei Aktivisten stören Pressekonferenz der AfD

Vier Aktivisten haben am Mittwoch eine Pressekonferenz der Alternative für Deutschland im Alten Rathaus in Hannover gestört. Erst als die Polizei gerufen wurde, um Personalien der drei Männern und einer Frau aufzunehmen, machten sie sich aus dem Staub.

Voriger Artikel
Pistorius besteht auf Korrektur von Gesetzentwurf
Nächster Artikel
AfD will gegen sich gerichtete Straftaten dokumentieren

AfD-Niedersachsen-Chef Paul Hampel fordert die Störer auf, den Raum zu verlassen.

Quelle: Rainer Surrey

Hannover. Eigentlich wollte die AfD in Niedersachsen bei einer Pressekonferenz darüber berichten, dass sie häufiger als andere Parteien Ziel von Angriffen sei. Doch die Veranstaltung musste warten - weil sie gestört wurde. Drei Männer und eine Frau, die sich als Mitglieder des Netzwerks "Aktiv gegen Rassismus" vorstellten, gaben ihrerseits eine "Pressekonferenz" und blockierten damit den Veranstaltungsraum. Aufforderung der AfD-Vorstandsmitglieder, den Saal zu verlassen, lehnten sie ab. Erst als die Polizei gerufen wurde, um Personalien aufzunehmen, machten sie sich schnell aus dem Staub. Für AfD-Niedersachsen-Chef Paul Hampel kein großes Drama: "Das war ja noch der Bereich harmlos, da gibt es Schlimmeres."

Auf der Pressekonferenz hatte die AfD anschließend darüber unterrichtet, dass sie ab sofort systematisch alle gegen sie gerichteten Gewalttaten erfasse. "Mit dem heutigen Tage hat die ZESS-Zentrale Erfassungsstelle Salzgitter ihre Arbeit aufgenommen", sagte der niedersächsische AfD-Landeschef Armin Paul Hampel am Mittwoch in Hannover. Die Erfassungsstelle soll Straftaten gegen Parteimitglieder oder Gebäude in Deutschland dokumentieren. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) kritisierte, die von der AfD eingerichtete Stelle sei "kompletter Unsinn". Sechs ehrenamtliche Mitarbeiter, darunter ehemalige Richter, Staats- und Rechtsanwälte sowie Ex-Polizisten sollen nach Angaben der AfD Meldungen aus allen Kreisverbänden sammeln und ein Lagebild erstellen. Es sollten aber nur Fälle erfasst werden, die schon ein polizeiliches oder staatsanwaltliches Aktenzeichen hätten.

Eigentlich wollte die AfD in Niedersachsen bei einer Pressekonferenz darüber berichten, dass sie häufiger als andere Parteien Ziel von Angriffen sei. Doch die Veranstaltung musste warten - weil sie gestört wurde. Drei Männer und eine Frau, die sich als Mitglieder des Netzwerks "Aktiv gegen Rassismus" vorstellten, gaben ihrerseits eine "Pressekonferenz" und blockierten damit den Veranstaltungsraum.

Zur Bildergalerie

Die Gründung der mit Spenden finanzierten Zentralstelle geht auf eine Initiative des AfD-Landesverbandes Niedersachsen zurück. Name und Aufgabe erinnern an die Zentrale Beweismittel- und Dokumentationsstelle der Landesjustizverwaltung (ZESt) in Salzgitter, die von 1961 bis 1992 die Aufgabe hatte, in der DDR begangenes Unrecht zu dokumentieren.

(mit: dpa)

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Eigene Sammelstelle
Der niedersächsische AfD-Vorsitzende Paul Hampel.

Die Alternative für Deutschland (AfD) sieht sich besonders häufig Angriffen ausgesetzt und will nun alle politisch motivierten Straftaten gegen ihre Mitglieder in der "ZESS-Zentrale Erfassungsstelle Salzgitter" dokumentieren. „Kompletter Unsinn“, kommentiert der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK).

mehr
Mehr aus Niedersachsen

US-Präsident Barack Obama hat am 24. und 25. April 2016 die Landeshauptstadt besucht, um die Hannover Messe gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu eröffnen. Es war das erste Mal, dass ein Präsident der USA die Stadt besuchte. Außer der Eröffnung stand ein Besuch in den Herrenhäuser Gärten auf dem Programm. mehr

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.