Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Alt-Kanzler Schröder redet über sein Ehe-Aus
Nachrichten Politik Niedersachsen Alt-Kanzler Schröder redet über sein Ehe-Aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:16 06.03.2017
Gerhard Schröder und Doris Schröder-Köpf. Quelle: dpa/Archiv
Anzeige
Hannover

Im März 2015 gaben Alt-Kanzler Gerhard Schröder und Doris Schröder-Köpf bekannt, dass sie getrennte Wege gehen. Im Herbst reichten sie dann die Scheidung ein. Nun redet der frühere Bundeskanzler erstmals über die Gründe für sein Ehe-Aus. „Wenn da was schiefgegangen ist, und da ist ja was schiefgegangen in meinem persönlichen Leben, lag das sicherlich mehr an mir als an den Frauen“, sagt Schröder der „Bild“-Zeitung zufolge in der TV-Dokumentation "Mensch Schröder!" „Das gilt auch und insbesondere für meine Ex-Frau.“

Eine schmerzhafte Trennung

Auch Doris Schröder-Köpf, die inzwischen mit dem niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius liiert ist, kommt in der ZDF-Sendung zu Wort. "Er war ja weiterhin sehr viel unterwegs. Er hat wahnsinnig viele Auslandsreisen gemacht und war also nicht viel mehr präsent als vorher. Das muss man so sagen", berichtet die 53-Jährige im Interview. "Also er hat ab und zu mal die Kinder irgendwo hingebracht, aber viel mehr kann man da auch dann nicht verlangen. Das ist eben nicht so der Bereich, in dem er so erfahren und geübt ist."

Doris Schröder-Köpf im Interview.  Quelle: ZDF/Björn Lindenblatt

Die Meldung von der Scheidung ereilte die Filmemacher mitten in den Dreharbeiten, berichtet Autor Florian Huber. "Obwohl er mit seinem Privatleben viel zurückhaltender umgeht als früher, hat er uns gestanden, wie schmerzhaft für ihn diese Trennung ist. Und wie sehr er an seinen Kindern hängt", erzählt der Journalist im Nachhinein über die Reaktion den Alt-Kanzlers. "Ich glaube, dass ihn das alles mehr mitnimmt, als er nach außen zeigt."

Nach mehr als 17 Jahren Ehe haben sich Doris Schröder-Köpf und Altkanzler Gerhard Schröder getrennt. Stationen einer Ehe in Bildern.

„Der Staat konnte doch nur kaputt gehen“

Auch viele andere Weggefährten und politische Kontrahenten von Gerhard Schröder schildern in der 45 Minuten langen Sendung ihre Erfahrungen. So zum Beispiel Otto Schily und Wolfgang Schäuble. Zudem liest Schröder erstmals vor der Kamera in seiner Stasi-Akte. Dabei zeigte er sich ungeheuer amüsiert, wie Florian Huber erzählt. "Er hat sich kaputt gelacht darüber, wie die DDR-Agenten sein Auftreten, seinen Kleidungsstil und sogar seinen Bierkonsum durchleuchtet haben." Schade habe er gefunden, dass die Beobachtungen unter dem Stichwort „Sexuelle Besonderheiten“ gelöscht sind. Sein Fazit am Ende: „Der Staat konnte doch nur kaputt gehen.“

Sendetermin

Die Dokumentation "Mensch Schröder!" wird am Dienstag, 20.15 Uhr, im ZDF ausgestrahlt.

ewo/r

Die Generalstaatsanwaltschaft Celle ermittelt gegen einen der beiden in Abschiebehaft sitzenden mutmaßlichen islamistischen Gefährder aus Göttingen wegen des Verdachts der Terrorismusfinanzierung. Das geht aus einer Antwort des niedersächsischen Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Fraktion hervor.

06.03.2017

Die meisten Ausländerbehörden in Niedersachsen können weiterhin Fingerabdrücke nicht mit den Daten des Ausländerzentralregisters vergleichen. Grund ist eine bislang fehlende technische Schnittstelle im Zentralregister. 

03.03.2017

Bildung und soziale Herkunft sind eng miteinander verknüpft. Spielt es eine Rolle, welche Staatsangehörigkeit ein Kind hat? Eine Studie zeigt: 43,3 Prozent der niedersächsischen Grundschüler auf ein Gymnasium, bundesweit waren es 44,0 Prozent. 

01.03.2017
Anzeige