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Althusmann hat sogar Doktorvater falsch zitiert

Medienbericht Althusmann hat sogar Doktorvater falsch zitiert

Die Kritik wird schärfer: In seiner Doktorarbeit hat Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann selbst seinen eigenen Doktorvater falsch zitiert. Althusmann hat bei seiner Dissertation mehrfach gegen die wissenschaftlichen Standards verstoßen.

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Kultusminister Bernd Althusman hat in seiner Dissertation seinen Doktorvater falsch zitiert.

Quelle: dpa

Hannover. In seiner kritisierten Doktorarbeit hat Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann nach einem Bericht des „Spiegel“ sogar seinen eigenen Doktorvater falsch zitiert. „An etlichen Stellen seiner Arbeit verweist er auf Werke seines Promotionsbetreuers Dieter Wagner, Vize-Präsident der Uni Potsdam, verstößt dabei aber mehrfach gegen die wissenschaftlichen Standards“, schreibt das Nachrichtenmagazin.

So beziehe sich der 44-jährige CDU-Politiker in einer Fußnote etwa auf die Seite 275 einer Veröffentlichung seines Doktorvaters - der entsprechende Band habe aber nur 186 Seiten. Zudem sei der Gedanke, den Althusmann aufgreife, ist in dem genannten Beitrag nicht zu entdecken.

Auch mit dem Literaturverzeichnis habe es der Minister laut Spiegel offenbar nicht genau genommen. So führe er ein Werk seines Doktorvaters in einer Fußnote auf, nicht aber im Literaturverzeichnis. Zudem seien Titel von genutzten Büchern ungenau wiedergegeben worden. „Althusmanns Dissertation gerät auf diese Weise zu einem Suchspiel für den Leser. Wenn nicht einmal die Werke desjenigen Wissenschaftlers, der die Arbeit betreut und begutachtet, ordnungsgemäß zitiert werden, dann ist Schlimmeres zu befürchten“, urteilt das Magazin.

Die Dissertation könne noch mehr Schwachstellen enthalten, als das Wochenmagazin „Zeit“ in einer detaillierten Analyse aufgezeigt habe. Demnach „fanden sich auf 88 von 114 Seiten Hinweise darauf, dass Althusmann sich großzügig aus fremdem geistigen Eigentum bedient hat, ohne dies in der notwendigen Weise deutlich zu machen“.

Althusmann betonte dagegen, dass es „keinen Täuschungsversuch von meiner Seite“ gegeben habe. Für „mögliche handwerkliche Fehler“ bat er bereits am vergangenen Mittwoch um Entschuldigung. Die Uni Potsdam prüft die Vorwürfe, mit einem Ergebnis rechnet Althusmann nach eigenen Angaben etwa in vier Wochen. Der Hauptmann der Reserve ist seit gut einem Jahr Kultusminister und derzeit auch Vorsitzender der Kultusministerkonferenz.

dpa/jhf

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