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Niedersachsen Schröder gibt Jamaika-Koalition nur zwei Jahre
Nachrichten Politik Niedersachsen Schröder gibt Jamaika-Koalition nur zwei Jahre
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00:18 18.11.2017
Von Michael B. Berger
Fordert ökonomische Kompetenz: Altkanzler Schröder. Quelle: Federico Gambarini
Hannover

Die Nichtbeachtung ist in der Politik die Höchstform der Bestrafung. Insofern dürfte der SPD-Vorsitzende Martin Schulz nicht begeistert sein über das Interview, das Altkanzler Gerhard Schröder jetzt der Wochenzeitung „Die Zeit“ gegeben hat.

Darin spricht Schröder auch über die Zukunft der SPD. Schulz kommt dabei nicht vor - dafür der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz und die einstige Gegenspielerin und heutige Bundestagsfraktionschefin Andrea Nahles. Das höchste Lob zollt Schröder aber einem, der wohl in der Partei seine große Zeit hinter sich hat: dem früheren SPD-Chef Sigmar Gabriel. Ihn bedrücke es, dass „einer der Begabtesten in der SPD“, nicht die Wertschätzung erhalte, die er verdiene. „Die Partei hat ihm die Kanzlerkandidatur nicht zugetraut, obwohl er es gekonnt hätte“, sagt Schröder. Allerdings hat Gabriel sich selbst die Kandidatur nicht zugetraut - und Schulz gerufen.

Hart geht Schröder mit den Grünen ins Gericht. Waren diese bei ihrer Gründung auch gegen die Altparteien angetreten, seien sie jetzt die „wirkliche Altpartei“, die ihre Grundsätze über Bord werfe. Einer Jamaika-Koalition gibt Schröder nur zwei Jahre. Dann solle die SPD aber nicht als Lückenbüßerin bereitstehen. Reüssieren könne sie nur, wenn sie ihre ökonomische Kompetenz unter Beweis stelle.

Natürlich wird Schröder auch zum russischen Präsidenten Wladimir Putin befragt. „Verglichen mit Trump können wir froh sein, einen Putin zu haben“, meint Schröder. Der handele im Gegensatz zu dem Amerikaner nämlich stets rational.

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