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"Inklusion darf nicht über alles gesetzt werden"

Angela Merkel im HAZ-Interview "Inklusion darf nicht über alles gesetzt werden"

Kurz vor der Landtagswahl in Niedersachsen befeuert Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Debatte um den gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kinder. "Das Thema Inklusion darf aus meiner Sicht nicht über alles gesetzt werden", sagte Merkel der HAZ – und forderte, dass vorerst keine Förderschule mehr geschlossen werden sollte.

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Angela Merkel

Quelle: Florian Gaertner/ photothe

Hannover. Das Thema Inklusion ist heftig umstritten in Niedersachsen, zumal der Betrieb der Förderschulen für lernbehinderte Kinder und Jugendliche auf Beschluss der rot-grünen Landesregierung nach und nach eingestellt wird. Im Interview mit der HAZ kurz vor der Landtagswahl in Niedersachsen warnt Merkel nun vor übereilten Schritten. „Das Thema Inklusion darf aus meiner Sicht nicht über alles gesetzt werden“, sagte Merkel der HAZ. Es dürfe nicht dazu kommen, „dass die Förderschulen in denen auch gute Arbeit gemacht wird, massiv abgebaut werden.“

Die CDU in Niedersachsen stemmt sich vehement gegen die Schließung der Förderschulen Lernen und wirbt für ein Moratorium: Bis 2018 sollten zunächst keine Förderschulen mehr geschlossen werden, fordert sie auch mit Blick auf vielfachen Protest aus den Schulen, die der Inklusionsunterricht vielfach überfordert. Experten, aber auch Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Einschränkungen wiederum plädieren dafür, Kinder mit Einschränkungen wie bisher an gesonderten Förderschulen zu unterrichten.

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Kanzlerin Merkel sagte: „Wir müssen vom Kind aus denken“. Und sie erläuterte: „Manche Kinder mit Behinderung können in der Förderschule, manche auch in einer Inklusions-Schule gute Ergebnisse erzielen. Das Land Nordrhein-Westfalen bewahrt jetzt die Förderschulen, wo immer es geht. Beides zusammen ist ein vernünftiger Weg.“

Das komplette Interview lesen Sie am Mittwoch hier auf HAZ.de

r.

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