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Asse-Ausschuss: Noch bis September Zeugen-Befragung

Sommerpause im August Asse-Ausschuss: Noch bis September Zeugen-Befragung

Der Untersuchungsausschuss zum maroden Atommülllager Asse hat vor einem Jahr begonnen und die Zeugenbefragung ist noch immer nicht abgeschlossen. Erst nach der Sommerpause im August soll es weitergehen: „Im September sind wir aber hoffentlich mit der Zeugenbefragung durch“, sagte der Ausschuss-Vorsitzende Jens Nacke (CDU).

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Quelle: ap (Archiv)

Vor einem Jahr hat der niedersächsische Landtag einen Untersuchungsausschuss zum maroden Atommülllager Asse eingesetzt - ein schnelles Ende der Zeugenbefragungen scheint aber nicht in Sicht. Die Abgeordneten werden nach der parlamentarischen Sommerpause im August ihre Arbeit zur Aufklärung der Asse-Pannen fortsetzen, sagte der Ausschuss-Vorsitzende Jens Nacke (CDU) am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in Hannover. „Im September sind wir aber hoffentlich mit der Zeugenbefragung durch.“

An diesem Donnerstag wird in der 50. Sitzung des Untersuchungsausschusses in Hannover der für Reaktorsicherheit zuständige Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium, Gerald Hennenhöfer, befragt. Ex-Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) soll dann am 21. Juni als Zeuge folgen.

Außerdem will die Opposition noch nach Karlsruhe reisen und dort das Kernforschungszentrum besichtigen, sagte der CDU-Abgeordnete Nacke. Aus der Wiederaufarbeitung in Karlsruhe stammen Abfälle, die in der Asse gelagert sind.

Die Grünen im Landtag nehmen außerdem mit einem kleinen Bilderbuch Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) und seine Atompolitik auf die Schippe. „Asse kaputt? Sandi passt auf alles auf“ heißt das ironische Werk, das die Oppositionsfraktion jetzt aufgelegte. Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel sagte am Dienstag, in den inzwischen fast 50 Sitzungen des Ausschusses mit Zeugenbefragungen habe er viele „märchenhafte Erzählungen“ hören müssen. „Die meist gehörte Aussage dabei war: Mir hat ja keiner Bescheid gesagt.“

Die Arbeit des Asse-Ausschusses hat unter anderem gezeigt, dass das Salzbergwerk bei Wolfenbüttel nie als Lager für Atommüll hätte genutzt werden dürfen. In die Schachtanlage dringt Wasser ein, sie ist stark einsturzgefährdet. Das Bundesamt für Strahlenschutz will die rund 126.000 unter Tage gelagerten Atommüll-Fässer herausholen.

dpa

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