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Windkraftanlagen gefährden Greifvögel

Naturschützer fordern Schwerpunktstaatsanwaltschaft Windkraftanlagen gefährden Greifvögel

Weil sie unter anderem dem Bau von Windkraftanlagen im Weg stehen können, werden Greifvögel illegal getötet und ihre Horste zerstört, beklagt der Vogelschutzbund Nabu in Niedersachsen. Er fordert von der Landesregierung, eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft Umweltkriminalität einzurichten.

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Hannover. Obwohl Greifvögel streng geschützt seien, habe es in den letzten 15 Monaten in Niedersachsen neun Fälle gegeben, in denen versucht worden sei, die Tiere mit Fallen oder per Abschuss zur Strecke zu bringen, so der Nabu in einer Pressemitteilung. Bundesweit seien es sogar 51 Fälle gewesen.
Die Tötungen hätten durch den Ausbau der Windkraft zugenommen, so der Verband. Beim Bau einer Anlage müssen je nach Vogelart bestimmte Abstände zu den Lebensräumen der Tiere gewahrt werden. Die Staatlichen Vogelschutzwarte der Länder empfehlen etwa beim Baumfalken 500 Meter, beim Uhu ein Kilometer und beim Seeadler drei Kilometer Abstand zwischen Windkraftanlage und Vogelhorst. Seit 2010 gebe bundesweit 40 Fälle, bei denen der Verdacht bestehe, dass Horste zerstört wurden, um ein Hindernis für Windkraftanlagen aus dem Weg zu räumen.
„Greifvogelverfolgung verstößt gegen das Artenschutzrecht und muss konsequent und unnachgiebig verfolgt werden“, erklärte Holger Buschmann, Nabu-Landesvorsitzender in Niedersachsen. Er forderte die Landesregierung auf, eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft aufzubauen, bei der Umweltstrafsachen gebündelt bearbeitet werden.
Das lehnt das Land Niedersachsen ab. Die Einrichtung einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft würde man vielleicht erwägen, wenn ein erhöhtes Kriminalitätsaufkommen festgestellt werde, so eine Sprecherin des Umweltministeriums: „Das scheint in Bezug auf einen Vorwurf der Horstzerstörungen derzeit nicht gegeben.“

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