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Besseres Radwegenetz von Kommunen gefordert

Landesverkehrswacht Besseres Radwegenetz von Kommunen gefordert

Immer mehr Niedersachsen schwingen sich aufs Rad - und auch Pendler treten vermehrt in die Pedale. Leider steigen auch die Unfallzahlen. Die Verkehrswacht fordert von den Kommunen daher eine Verbesserung des Radwegenetzes. Entschärft das alleine die Lage im Verkehr?

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Im vergangenen Jahr verunglückten in Niedersachsen 9091 Fahrradfahrer, 2013 waren es noch 8207.

Quelle: dpa

Hannover. Angesichts des wachsenden Radverkehrs und steigender Unfallzahlen hat die Landesverkehrswacht Niedersachsen die Kommunen zu einer Verbesserung des Radwegenetzes aufgerufen. Außerdem appellierte die Geschäftsführerin der Verkehrswacht, Cornelia Zieseniß, an Fußgänger und Autofahrer, mehr Rücksicht auf Radler zu nehmen. „Sie müssen mit Radfahrern rechnen.“ Zugleich ermahnte sie Fahrradfahrer zu einer umsichtigen Fahrweise. „Sie müssen davon ausgehen, dass die anderen Sie nicht sehen.“ Wenn Radfahrer sich nicht an Verkehrsregeln hielten, hänge dies mitunter auch mit einer schlecht organisierten Wegeführung für Radler zusammen.

Im vergangenen Jahr verunglückten in Niedersachsen 9091 Fahrradfahrer, 2013 waren es noch 8207. Die Zahl getöteter Radfahrer sank von 54 auf 51. Ein Grund für den Anstieg war das milde Wetter im ersten Quartal 2014, der zu hunderten Fahrradunfällen mehr als im Vorjahreszeitraum führte.

Kluge Konzepte und ein verkehrssicherer Ausbau

„Die Kommunen müssen gucken, wie sie ihr Radwegenetz aufstellen“, sagte Zieseniß in Hannover. Nötig seien kluge Konzepte und ein verkehrssicherer Ausbau, notfalls auch mit einer Änderung der Ampelschaltungen. Eine separate Grün-Phase für Fußgänger und Radler sorge zwar für eine Verzögerung beim Autoverkehr, könne aber viele Unfälle beim Abbiegen verhindern. Es müsse von den Kommunen noch nicht einmal immer viel Geld in neue Radwege investiert werden. „Eine Ampelschaltung zu verändern kostet Hirnschmalz, aber nicht viel Geld.“

Da Fahrräder und E-Bikes für viele Pendler immer interessanter werden, rief auch der Auto Club Europa (ACE) zu einem Ausbau des Radwegenetzes auf. Beide Verkehrsmittel müssten sicher in den Straßenverkehr und insbesondere auch den Berufsverkehr integriert werden. In Niedersachsen gab es mit Stand 2013 an 48,9 Prozent der überörtlichen Straßen einen Radweg. Außerhalb der Stadtstaaten gibt es nur in Schleswig-Holstein eine bessere Ausstattung an 54,8 Prozent der Straßen.

An rund 13 000 Kilometern der landesweit knapp 27 000 Kreis-, Landes- und Bundesstraßen in Niedersachsen gibt es Radwege, teilte das Verkehrsministerium in Hannover mit. Gemeindestraßen werden nicht erfasst. Seit Jahren treibe das Land den Ausbau des Radwegenetzes voran, an Landstraßen wurden jährlich zwischen 25 und 30 Kilometer neue Radwege freigegeben, sagte eine Ministeriumssprecherin. Den Ausbau kommunaler Radwege fördert das Land bis 2017 mit 32 Millionen Euro. Allein in diesem Jahr entstehen 91 Kilometer neue Radwege.

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