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Asse-Müll soll in der Region bleiben

Suche nach Atom-Zwischenlager Asse-Müll soll in der Region bleiben

Für den Atommüll aus dem maroden Schacht Asse braucht es dringend ein Zwischenlager. Doch um den Standort dafür streiten sich Interessenvertreter vor Ort und das Bundesamt für Strahlenschutz. Eine Studie könnte die Suche nun vorantreiben.

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Container mit radioaktiver Lauge in der Schachtanlage Asse.

Quelle: dpa

Salzgitter . Die Suche nach einem Zwischenlager für den radioaktiven Müll aus dem maroden Atomlager Asse soll trotz Anwohnerkritik in unmittelbarer Nähe fortgesetzt werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sieht sich durch eine aktuelle Studie darin bestätigt, die Standortsuche in der direkten Umgebung der Asse voranzutreiben. Die Studie des BfS habe die nötige fachliche Klarheit gebracht, sagte Sprecherin Ina Stelljes am Freitag. In dem ehemaligen Salzbergwerk Asse im Landkreis Wolfenbüttel lagern 126 000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen. Sie sollen geborgen werden, da Wasser in die Asse eintritt. Bis ein passendes Endlager zur Verfügung steht, sollen die Fässer in ein Zwischenlager kommen. Die Suche dafür war im Sommer 2014 auf Eis gelegt worden.

Während das Bundesamt ein Zwischenlager in der Nähe der Asse bevorzugt, will die Begleitgruppe das Gebiet ausdehnen, in dem ein Standort gesucht wird. Die Begleitgruppe, die die Interessen der Region und der Bürger vertreten soll, hatte gefordert, Auswirkungen möglicher Störfälle in einem Zwischenlager und die Verteilung der abströmenden Luft daraus zu untersuchen. Das BfS analysierte daraufhin die Folgen eines Flugzeugabsturzes auf ein Zwischenlager sowie die Luftverteilung. „In keinem der sechs geprüften Absturz-Szenarien kommt es zu einer Überschreitung der Eingriffsrichtwerte“, sagte Stelljes. Diese Werte geben an, wann Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung nötig werden. Auch die Belastung der Abluft aus einem möglichen Lager liegt der Studie zufolge unterhalb der Grenzwerte. 

Das BfS sieht sich damit bestätigt, ein Zwischenlager nahe der Asse zu suchen, da so Transportwege und stärkere Strahlenbelastung für Arbeiter und Bürger vermieden werden könnten. Das Bundesumweltministerium begrüßte die vom BfS vorgesehenen Maßnahmen. „Als verantwortlicher Betreiber erarbeitet das BfS schrittweise Konzepte, um das Ziel der Rückholung erreichen zu können“, erklärte eine Sprecherin. 

Die Vorsitzende der Begleitgruppe, Christiana Steinbrügge, kündigte an, die Studie durch Wissenschaftler auswerten zu lassen. Sie hoffe, dass die Untersuchung Grundlagen dafür geschaffen habe, in der Sache selbst voranzukommen, teilte Steinbrügge mit, die auch Wolfenbütteler Landrätin ist.

dpa

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