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Landtag geht auf Konfrontationskurs mit VW

Umstrittene Bonuszahlungen Landtag geht auf Konfrontationskurs mit VW

Die VW-Manager sollten nach Auffassung des Landes Niedersachen angesichts des teuren Abgas-Skandals bei ihren Boni-Regelungen mehr Verzicht üben, als jetzt vorgesehen ist. Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) bedauerte gegenüber der HAZ, dass es ein solches Signal für einen „klareren Verzicht“ nicht gegeben habe.

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Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD).

Quelle: dpa

Hannover. „Die Führung hat sich und dem Unternehmen damit keinen Gefallen getan“, kommentierte Lies das Verhalten der VW-Manager im Zusammenhang mit den Boni-Regelungen. In einer besonderen Situation, in der der Konzern zweifellos stehe, bedürfe es auch besonderer Zeichen, sagte Lies weiter.

Parteiübergreifende Kritik 

Auch der FDP-Wirtschaftsexperte und frühere niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode sagte zu den Boni-Beschlüssen der VW-Spitze: „Eine Nullrunde wäre das einzig Richtige gewesen. Wenn ein Vorstand nicht selbst darauf kommt, muss der Aufsichtsrat eben etwas anderes beschließen.“ Mit Blick auf die bei Volkswagen manipulierten Abgaswerte ergänzte er: „Für Betrug gibt es eigentlich keine Boni.“

Auch von anderen Landespolitikern in Niedersachsen hagelt es Kritik: CDU-Landtagsfraktionschef Björn Thümler kritisierte den Boni-Kompromiss. „Hier wird den Leuten Sand in die Augen gestreut, denn der VW-Vorstand hat sich mehrfach abgesichert. Dabei müsste er jetzt sowohl selbst Verzicht üben als auch sein Verhältnis zu den Zulieferern stabilisieren“, sagte  Thümler der HAZ. Der Landesvorsitzende der Grünen, Stefan Körner, kritisierte, die VW-Manager hätten bei Boni und Renten das Maß verloren. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh will künftig auch die Bezahlung der Aufsichtsräte kritisch unter die Lupe nehmen. 

r.

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