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Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht die MHH

Hörimplantate und Schweinelunge Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht die MHH

Auf Einladung von Niedersachsens Regierungschef David McAllister hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) am Dienstag die Medizinische Hochschule in Hannover besucht. Der Besuch in der MHH war nicht nur für Merkel eine Premiere. Noch nie zuvor war ein Bundeskanzler an der Hochschulklinik zu Gast gewesen.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Dienstag auf Einladung von David McAllister die Medizinische Hochschule in Hannover besucht.

Quelle: Alexander Körner

Hannover . Bundeskanzlerin Angela Merkel begab sich am Vormittag auf einen Rundgang durch die Forschungsinstitute. Auf Einladung ihres Parteifreundes, Ministerpräsident David McAllister (CDU), war Merkel an die hannoversche Uni-Klinik gekommen, um sich über die Arbeit der Wissenschaftler zu informieren.

Auf Einladung von Niedersachsens Regierungschef David McAllister hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) am Dienstag die Medizinische Hochschule in Hannover besucht .

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Dass die Kanzlerin im Vorfeld der niedersächsischen Landtagswahlen den Termin in Hannover wahrnahm, dürfte von der hiesigen Staatskanzlei nicht ganz unbeabsichtigt arrangiert worden sein.

Nach der anderthalbstündigen Besichtigung lobte Merkel die MHH-Forscherteams in den höchsten Tönen: „Ich bin sehr beeindruckt von dem Niveau hier, und ich habe unendlich viele motivierte Mitarbeiter kennengelernt.“ Der Besuch in der MHH war nicht nur für Merkel eine Premiere. Noch nie zuvor war ein Bundeskanzler an der Hochschulklinik zu Gast gewesen.

Auf Merkels Terminplan standen Stippvisiten in den Laboren der beiden Exzellenzprojekte, die an der MHH laufen. Die Gehörspezialisten um Prof. Thomas Lenarz arbeiten in dem Projekt „Hearing4all“ an innovativen Hörimplantaten.

Einen jungen Patienten, der dank zweier spezieller Innenohrimplantate wieder hören kann, lernte Merkel bei ihren Rundgang kennen: Der zehnjährige Oskar, der von Geburt an taub ist, trägt zwei sogenannte Cochlea-Implantate, die es ihm ermöglichen, Sprache zu verstehen. Dank der modernen Technik, die ihm im Alter von sechs Monaten eingesetzt wurde, kann er heute praktisch ohne Einschränkungen durchs Leben gehen. Oskar besucht ein hannoversches Gymnasium – und er sammelte bei Merkel eifrig Autogramme für sich und seine Klasse. „Nur wenn die anderen flüstern, kann ich nicht immer alles verstehen“, erklärte er der Kanzlerin.

Ihre nächste Station waren die Labore des Teams um Herzchirurg Prof. Axel Haverich, der das Exzellenzprojekt „Rebirth“ leitet. Anhand einer lebenden Schweinelunge erklärte Haverich seinem prominenten Gast ein von der MHH entwickeltes System, mit dem Organe vor einer Transplantation besonders gut aufbewahrt und transportiert werden können. Auch wie neue Herzmuskelzellen aus menschlichen Hautzellen gezüchtet werden, lernte die Kanzlerin – hierbei wendet die MHH ein Verfahren an, das von dem japanischen Nobelpreisträger Shinya Yamanaka und seinem britischen Kollegen John Gurdon entwickelt wurde.

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