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Niedersachsen Gauck bürgert Migranten persönlich ein
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19:04 22.05.2014
Von Reinhard Urschel
Eingebürgert von Bundespräsident Joachim Gauck: Sevim Burc. Quelle: Stephanie Pilick
Berlin

Einbürgerungszeremonien sind für gewöhnlich fürchterlich steife Angelegenheiten, zumal wenn sie im Schloss Bellevue anberaumt sind, Deutschlands allererster Adresse. Sie können aber auch ganz anders sein - wie am Donnerstag in Berlin. Bundespräsident Christian Wulff hatte einige Neubürger erstmals ins Schloss Bellevue eingeladen, um ihnen am Verfassungstag selbst die Urkunde zu überreichen. Sein Nachfolger Joachim Gauck hat schon eine Tradition daraus gemacht.

Auch Sevim Burc aus Sehnde und Joanna Lukasiewicz aus Wunstorf bei Hannover sind dieses Mal dabei. „Ich bin aufgeregt“, sagt Sevim Burc. Die gebürtige Kurdin kam zusammen mit ihren Geschwistern und der Stiefoma mit elf Jahren nach Deutschland. Die Eltern hatten ihre Kinder in die Ferne geschickt, in der Hoffnung, dass sie in Deutschland bessere Zukunftschancen haben. Bis heute fährt Sevim Burc jedes Jahr zu Besuch in die Türkei. „Aber zu Hause bin ich hier“, sagt die zweifache Mutter entschieden.

Ein wenig scheu betritt Joanna Lukasiewicz (45) das Podium. Sie ist gebürtige Polin, kam als Schülerin in den achtziger Jahren während eines Austauschs erstmals nach Deutschland. Sie studierte Deutsch, erst in Warschau, dann in Hannover und ist geblieben – aus Liebe.

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