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Bundeswehr schickt Aufklärungsjets nach Syrien

Soldaten aus Jagel dabei Bundeswehr schickt Aufklärungsjets nach Syrien

Die ersten Bundeswehr-Flugzeuge haben sich am Donnerstag auf den Weg zum geplanten Antiterror-Einsatz in Syrien gemacht. Von Jagel in Schleswig-Holstein und vom Stützpunkt Köln/Bonn aus starteten zwei Tornado-Jets und zwei Airbus-Maschinen. Sie flogen im Verband nach Incirlik in der Türkei, von wo aus sie operieren sollen.

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Am Donnerstag sind die ersten Aufklärungsjets der Bundeswehr nach Syrien gestartet.

Quelle: dpa

Jagel/Köln. Für die Luftwaffe hat damit der Einsatz gegen die Terrormiliz „Islamischer“ Staat (IS) begonnen. „Dieser Einsatz ist sicherlich gefährlich“, sagte vor dem Start in Jagel Geschwader-Kommodore Michael Krah. Und beruhigt zugleich: „Sorgen muss man sich natürlich machen, aber keine übertriebenen.“ Der Oberst selbst sitzt dann als Waffensystemoffizier in einem der beiden Tornados. Mehrere Angehörige, unter ihnen Ehefrauen und Kinder, verfolgen vor dem Start den militärischen Appell in einem Hangar des Flugplatzes von Jagel.

Die Tornados sollen von der Türkei aus ab Januar Aufklärungsflüge unternehmen, um mit den dabei gewonnenen Daten den Kampf gegen die Terrororganisation IS zu unterstützen. Eine der beiden Airbus-Maschinen, der neue A 400M der Luftwaffe, brachte ein Vorauskommando von rund 40 Soldaten und Geräten nach Incirlik. Die andere, ein zum Tankflugzeug umgebauter A 310, soll Flugzeuge verbündeter Streitkräfte in der Luft betanken, damit diese länger Luftangriffe gegen den IS fliegen können. Insgesamt sollen sechs Tornados eingesetzt werden. Die anderen vier sollen später folgen, zwei davon Anfang Januar vom Standort Büchel in der Eifel aus, wie dort der Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33, Holger Radmann, mitteilte. Das Gros des von dort eingesetzten Personals wird demnach voraussichtlich am 2. Januar aufbrechen, die Tornados sollen kurz darauf folgen.

Der Einsatz in Syrien gilt als eine der heikelsten Missionen in der Geschichte der Bundeswehr. Der Kommandierende General des Luftwaffentruppenkommandos, Generalleutnant Helmut Schütz, zeigte sich vor dem Start in Jagel bei einem militärischen Appell aber überzeugt: „Das Risiko ist aus unserer Sicht beherrschbar.“ Die Einsatzkräfte seien „rundum vorbereitet“. Der IS terrorisiere gewaltsam und mit äußerster Brutalität nicht nur eine ganze Region, sondern verübe mittlerweile Anschläge überall auf der Welt, sagte Schütz. So wie am 13. November in Paris mit 130 Toten. Frankreich hatte danach die anderen EU-Staaten um Hilfe im Kampf gegen die Terroristen gebeten. „Vertrauen Sie auf Ihr Können“, ermunterte Schütz die Soldaten.

Der Bundestag hatte am vergangenen Freitag die Entsendung von maximal 1200 Soldaten beschlossen, die aber nicht alle auf einmal eingesetzt werden. Den Soldaten gab General Schütz mit auf den Weg: „Ich weiß, was es für ein Kraftakt sein muss, für Sie und auch für Ihre Familien.“ Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sagte an das Vorkommando in Jagel gewandt: „Deutschland und die Bündnispartner erwarten ausgesprochen viel von Ihnen.“ Er fügte hinzu: „Doch ich weiß, Sie sind die Spezialisten für Luftaufklärung. Die Besten, die unsere Bundeswehr für diese Aufgabe hat.“

Die Piloten sollen nach Angaben von Kommodore Radmann je acht Wochen im Einsatz sein.

Deutsche Soldaten in Syrien

Aufklärungsflüge gegen den Terror: Insgesamt sollen sich sechs Tornados der Bundeswehr am Kampf der internationalen Gemeinschaft gegen den „Islamischen Staat“ (IS) beteiligen. Nach vorläufigen Planungen soll das Geschwader aus Jagel in Schleswig-Holstein vier der ersten sechs Maschinen stellen.

Zwei weitere Kampfbomber schickt das Taktische Luftwaffengeschwader 33 aus Büchel in Rheinland-Pfalz. Sie werden in Incirlik in der Türkei stationiert. Die Tornados sollen von dort aus ab Januar Aufklärungsflüge unternehmen.

Zum deutschen Beitrag gehört auch die Fregatte „Augsburg“. Sie hat sich einem multinationalen Verband des Flugzeugträgers „Charles de Gaulle“ angeschlossen. Zusammen mit Kriegsschiffen aus Großbritannien, Belgien und Frankreich soll sie den Flugzeugträger bei seinem Einsatz gegen den IS schützen.

dpa

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