Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
CDU-Kandidat gewinnt OB-Stichwahl in Celle

Wahl zum Oberbürgermeister CDU-Kandidat gewinnt OB-Stichwahl in Celle

Bis zuletzt war es in Celle ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters, am Ende lag der Herausforderer hauchdünn vorn: Mit 50,7 Prozent der Stimmen siegte CDU-Kandidat Jörg Nigge in der Stichwahl. Der amtierende OB Dirk-Ulrich Mende musste sich mit 49,3 Prozent der Stimmen nach sieben Jahren im Amt geschlagen geben.

Voriger Artikel
560.000 Wähler gehen erneut zur Urne
Nächster Artikel
SPD-Kandidat Reuter bleibt Landrat in Göttingen

Wahlsieger Jörg Nigge.

Quelle: dpa

Für diesen Wahlsieg hatte die CDU hart gekämpft und in der Woche vor der eigentlichen Kommunalwahl am 11. September sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel in die Residenzstadt gebracht – der einzige Termin der CDU-Chefin im niedersächsischen Wahlkampf überhaupt. Die Union wollte Celle, das bis zu Mendes ebenfalls denkbar knappem Wahlsieg im Jahr 2009 immer CDU-Hochburg gewesen war, unbedingt zurückerobern.

Doch nach dem ersten Wahlgang am 11. September herrschte bei der CDU zunächst Enttäuschung, denn Amtsinhaber Mende hatte da mit 46,1 Prozent der Stimmen noch knapp vor Herausforderer Nigge gelegen, der 45,6 Prozent holte. Die restlichen rund acht Prozentpunkte gingen da noch an die Kandidatin der Wählergemeinschaft, Alexandra Martin. Auch am Abend der Stichwahl lag lange Mende in der Auszählung vorn, erst kurz vor Schluss zog Nigge an ihm vorbei.

Vor dem Neu-Oberbürgermeister liegt eine ungewöhnlich lange Amtszeit von zehn Jahren. Der Hintergrund ist, dass Mendes Amtszeit eigentlich noch bis zum Frühjahr 2017 gedauert hätte. Aus ökonomischen Gründen hat man diese Wahl mit der Kommunalwahl am 11. September dieses Jahres gebündelt. Doch bis zur nächsten regulären landesweiten Direktwahl hätte der Nachfolger dann nur viereinhalb Jahre Amtszeit gehabt – das Gesetz schreibt aber eine Mindestzeit von fünf Jahren vor. Deshalb wurde die jetzt beginnende Amtszeit in Celle von der Landeswahlleitung schon vor der Abstimmung verdoppelt. Nigge wird daher bis zum Jahr 2026 regieren, bevor er sich das nächste Mal zur Wahl stellen muss.

Auch aus der Stichwahl für das Landratsamt in Helmstedt ging der CDU-Herausforderer als Sieger hervor. Gerhard Radeck erhielt am Sonntag 60,7 Prozent der Stimmen, wie der Landkreis mitteilte. Der SPD-Kandidat Hans Werner Schlichting kam auf 39,3 Prozent. Schlichting hatte das Landratsamt seit 2014 als Erster Kreisrat kommissarisch geleitet. Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatte CDU-Mann Radeck nur gut einen Prozentpunkt vor Schlichting gelegen. Die Wahlbeteiligung in der Stichwahl lag bei knapp 32 Prozent. Im ersten Wahlgang hatten noch mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben.

In Göttingen dagegen kann Bernhard Reuter von der SPD Landrat bleiben. Mit 56,2 Prozent der Stimmen entschied der Amtsinhaber die Stichwahl für sich, wie der Landkreis mitteilte. CDU-Herausforderer Ludwig Theuvsen kam auf 43,8 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 30,8 Prozent. Bereits im ersten Wahlgang hatte Reuter deutlich vor Theuvsen gelegen.

Darüber hinaus haben am Sonntag auch elf weitere Gemeinden bei Stichwahlen über ihren künftigen Bürgermeister entschieden. Dabei konnte in Peine die SPD ihre Macht verteidigen: Ihr Kandidat Klaus Saemann kam auf 52,2 Prozent, Andreas Meier von der CDU auf 47,8 Prozent.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Niedersachsen

Die Wahl ist entschieden: Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Auf unserer Themenseite finden Sie aktuelle Berichte, Analysen und Hintergrundinformationen zur Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. mehr

CDU-Parteitag in Hameln

Zum Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Hameln haben sich rund 450 Delegierte versammelt, um über einen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 zu entscheiden. Sie nominierten einstimmig Bernd Althusmann.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.