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Soll der Wolf zum Abschuss freigegeben werden?

Forderung der CDU Soll der Wolf zum Abschuss freigegeben werden?

Wölfe reißen Schafe und werden in der Nähe von Dörfern gesichtet – was tun? Niedersachsens CDU fordert einen Kurswechsel und will die Jagd auf den Wolf wieder zulassen.

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Wölfe reißen Schafe und werden in der Nähe von Dörfern gesichtet – was tun?

Quelle: dpa

Hannover. Niedersachsens CDU will im Umgang mit problematischen Wölfen eine neue Linie einschlagen. „Die Rückkehr des Wolfes ist zunächst ein Erfolg des Artenschutzes, kann aber in ländlichen Bereichen zu Problemen führen. Deshalb brauchen wir einen Kurswechsel“, sagte die CDU-Kandidatin für den Posten der Landwirtschaftsministerin, Barbara Otte-Kinast im Gespräch mit der HAZ. „Deshalb muss der Wolf ins Jagdrecht übernommen werden.“

Tausende Nutztiere getötet?

Jüngsten Schätzungen zufolge sind in den letzten 17 Jahren in Deutschland mehr als 3500  Nutztiere von Wölfen getötet worden, meist Schafe. Die Konflikte mit Nutztierhaltern nehmen zu. Für SPD und Grüne hat der Artenschutz absolute Priorität. Dagegen will Otte-Kinast, die selbst Weidekühe hält, die Jagd auf den Wolf wieder zuzulassen. Es sei eben ein „großartiges, aber auch ein gefährliches Tier“. Die CDU-Politikerin betont, dass sie keine Wolfshasserin sei. Doch wer den Wolf erhalten wolle, müsse bei Problemfällen auch entschlossen sein, ihn der freien Wildbahn zu entnehmen. „Es geht um eine Abwägung der Interessen“, sagt Otte-Kinast.

Was meinen Sie?

Die CDU will im Fall eines Regierungswechsels Wölfe zum Abschuss freigeben – wie finden Sie das?

„Zunächst sollte man alle Rudel mit Sendern versehen, was dazu führt, dass sie besser zu verorten sind und wir mehr über ihr Verhalten lernen.“ In Schweden habe man gute Erfahrungen mit der konsequenten Besenderung der Tiere gemacht. „Dafür muss man schon Geld in die Hand nehmen.“

Dass Wölfe durch Siedlungen trabten oder auch an Kindertagesstätten oder Bushaltestellen vorbeistromerten, dürfe jedenfalls nicht geschehen, sagt Otte-Kinast. „Es gibt Gegenden, wie die Höhenzüge des Deisters oder des Süntels, da ist es völlig in Ordnung, wenn der Wolf dort herumläuft, aber eben nicht zu dicht an Siedlungen oder Weiden.“

Der Tierschutz gelte nicht nur für die Wölfe, sondern auch für die Nutztiere, betont die Schatten-Landwirtschaftsministerin. „Jeder, der eine gerissene Heidschnucke gesehen hat, wird bei diesem Thema nachdenklich.“ Wenn man mit Zäunen nichts gegen die Wölfe ausrichten könne, und die Tiere sich nicht von Eseln oder Herdenschutzhunden vertreiben ließen, müsse man zu anderen Mitteln greifen. „Wir wollen die Akzeptanz des Wolfes erhalten. Dies geht aber nur mit Einschränkungen.“

Nötig sei auch, dass künftig die Besitzer getöteter Nutztiere nicht mehr umfangreiche Beweise beibringen müssten, um darzulegen, dass ihre Tiere von einem Wolf gerissen worden seien. „Da brauchen wir eine Beweislastumkehr.“ Die Vorschrift, dass ein gerissenes Tier binnen 24   Stunden zum DNA-Test müsse, sei nämlich oft nicht einzuhalten.

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