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Das müssen Sie zum Fernsehduell wissen

Weil gegen Althusmann Das müssen Sie zum Fernsehduell wissen

Wenige Tage vor der Niedersachsen-Wahl liefern sich die Spitzenkandidaten von SPD und CDU, Ministerpräsident Stephan Weil und Bernd Althusmann, heute Abend ihr einziges Fernsehduell. Hier auf HAZ.de können sie das Duell ab 21 Uhr live verfolgen - im Videostream und einem begleitenden Ticker.

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Messen sich im Fernsehduell: Ministerpräsident Stephan Weil (SPD, links) und Herausforderer Bernd Althusmann (CDU, rechts).

Quelle: dpa

Die Kandidaten haben ab 21 Uhr eine Stunde und fünfzehn Minuten Zeit, vor den laufenden Kameras für sich zu werben. Für den CDU-Herausforderer Bernd Althusmann ist es das erste TV-Duell in seiner politischen Karriere. Weil debattierte bereits live vor der Landtagswahl 2013 - als Herausforderer des damaligen Ministerpräsidenten David McAllister (CDU). Nach einer neuen Umfrage liegt die SPD knapp vorn. In der am Montag veröffentlichen repräsentativen Studie des Instituts INSA im Auftrag der „Bild“-Zeitung schiebt sich die SPD mit 33 Prozent vor die CDU, die auf 32 Prozent kommt. FDP und Grüne erreichen demnach jeweils 10 Prozent. Die AfD liegt bei 7 Prozent und wäre damit im niedersächsischen Landtag, die Linke kommt in der Umfrage auf 5 Prozent und müsste um den Einzug zittern.

Und dann kam Twesten

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Verfolgen Sie das Duell in Videostream und Liveticker.

In letzten Umfragen von anderen Instituten hatten CDU und SPD gleichauf gelegen. Noch im August kam die CDU bei Umfragen auf 40 Prozent. Weil machte auch den Übertritt der Grünen-Abgeordneten Elte Twesten zur CDU für die schlechten Umfragewerte der Partei verantwortlich. „Das hängt ihnen jetzt wie ein Mühlstein um den Hals“, sagte Weil im „t-online“-Interview. Die CDU habe sich „verkalkuliert“. „Stattdessen hat die Union Frau Twesten mit offenen Armen empfangen und das haben die Wählerinnen und Wähler in Niedersachsen durchaus registriert.“

Seit 2013 ist Stephan Weil niedersächsischer Ministerpräsident. Am 15. Oktober will er wiedergewählt werden. Ein Blick auf sein Leben und die Stationen seiner Karriere. 

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Nach Twestens Wechsel zur CDU hatte die rot-grüne Regierungskoalition von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ihre Ein-Stimmen-Mehrheit verloren. Der Berliner Kommunikationswissenschaftler Joachim Trebbe erwartet, dass sich der Persönlichkeitswahlkampf zwischen Weil und Althusmann beim TV-Duell noch weiter zuspitzt. „Es wird nicht um Themen gehen sondern um Selbstpräsentation: Wer ist sympathisch? Wer ist aggressiv?“

Althusmann auf Konfrontationskurs?

Althusmann müsse als Herausforderer unter Beweis stellen, dass er für die Rolle des Landesvaters infrage kommt. Er müsse zwar einerseits konfrontativ auftreten und Weil öfter unterbrechen, dürfe aber andererseits nicht zu rabiat vorgehen. Weil hingegen solle seine ruhige Art beibehalten. „Die kommt bei den Menschen in Niedersachsen gut an“, so Trebbe.

Der CDU-Politiker Bernd Althusmann tritt als Spitzenkandidat für die Wahl zum Ministerpräsidenten in Niedersachsen an. Am 15. Oktober entscheidet sich, ob der ehemalige Kultusminister in den 18. Niedersächsischen Landtag einzieht. Hier ein kleiner Überblick über das Leben und die Karriere des 50-Jährigen.

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Genauso sieht das Trebbes Kollege Wilfried Köpke von der Hochschule Hannover. „Weil hat auch bei dem letzten Duell mit McAllister sehr darauf gesetzt, der Unaufgeregte zu sein.“ Althusmann wiederum profiliere sich gerne als Aktiver, der nach vorn gehe und machen wolle. „Nur ist er vom Typ her eher bullig, dadurch kriegt das Ganze oft eine etwas bedrohliche Wuchtigkeit.“

Inhalte zählen nur 20 Prozent

Auch Köpke glaubt, dass politische Inhalte bei dem Fernseh-Duell nur eine geringe Rolle spielen werden. Dies sei aber meistens bei solchen Debatten der Fall. „Der Haupteindruck beim Zuschauer vermittelt sich durch Mimik und Gestik.“ Dies mache laut Studien mehr als 50 Prozent des Gesamtbildes aus. Zu 30 Prozent zähle der Sprachgebrauch: Redet der Politiker von oben herab oder verständlich? Der reine Informationsgehalt habe nur einen Anteil von 20 Prozent vom Gesamteindruck.

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dpa

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