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Niedersachsen Das müssen Sie zur Landtagswahl wissen
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08:15 15.10.2017
Quelle: dpa/Symbolbild
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Warum muss gewählt werden?

Mit dem Übertritt der Abgeordneten Elke Twesten von den Grünen zur CDU verlor die rot-grüne Landesregierung ihre Ein-Stimmen-Mehrheit. Die Parteien einigten sich auf eine vorgezogene Neuwahlen. Der reguläre Urnengang wäre im Januar 2018 gewesen.

Mit dem Austritt von Elke Twesten bei den Grünen verliert die rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen die Mehrheit. Ministerpräsident Stephan Weil sprach sich für Neuwahlen aus. Das sind die Bilder des Tages.

Wo kann ich wählen?

Die Adresse des Wahllokals steht auf der Wahlbenachrichtigungskarte, die jeder Wahlberechtigte per Post erhalten hat.

Was mitnehmen?

Wahlbenachrichtigungskarte oder Personalausweis muss man dabeihaben. Anhand von beiden können die Wahlhelfer den Eintrag ins Wählerverzeichnis überprüfen, und der ist entscheidend für die Teilnahme. Von den Wahlhelfern gibt es dann den Stimmzettel. Am einfachsten ist es aber beides dabei zu haben: Wahlbenachrichtigungskarte und Personalausweis.

Erst- oder Zweitstimme?

Auf dem Stimmzettel für die Landtagswahl stehen die zwei Rubriken Erst- und Zweitstimme. In jeder darf der Wähler höchstens ein Kreuz machen – er kann aber auch auf eine der beiden Stimmen verzichten. Entscheidend für die Zusammensetzung des künftigen Landtages und damit für die Machtverhältnisse ist allein die Zweitstimme. Mit der Erststimme wählt man seinen Direktkandidaten für den Landtag.

Diese Direktkandidaten aus Hannover wollen in den Landtag einziehen. Wir stellen die Kandidaten auf den Wahlkreisen vor. 

Wann zählt meine Stimme nicht?

„Der Wille des Wählers muss klar erkennbar sein“, lautet die Prämisse. Ungültig wird ein Stimmzettel, wenn der Wähler mehr Kreuze gemacht hat als erlaubt oder wenn er handschriftliche Anmerkungen hinzufügt. Wer einen Fehler beim Ausfüllen begeht und dies bemerkt, kann zum Wahlhelfer gehen und ihn um einen neuen Stimmzettel bitten. Voraussetzung ist, dass der alte vor den Augen des Wahlvorstandes im Wahllokal zerrissen wird. Wenn der Stimmzettel in der Wahlurne verschwunden ist, gibt es kein Zurück mehr.

Wer darf mit in die Kabine?

Niemand, der die Entscheidung öffentlich machen könnte. Heißt im Prinzip: nur Kleinstkinder. Eine Ausnahme besteht für Gebrechliche oder Behinderte. Für sie darf eine Hilfsperson den Stimmzettel ausfüllen – unter der Prämisse, dass der Wählerwille des Wahlberechtigten respektiert wird. Blinde und schwer Sehbehinderte können am Sonntag erstmals spezielle Stimmzettel erhalten, die das Anlegen einer Schablone ermöglichen. Politische Diskussionen, Selbstgespräche, Kommentare oder Ähnliches sind verboten, weil sie als Beeinflussung anderer gewertet werden könnten. Auch Selfies in der Wahlkabine sind verboten.

Wann gibt es Ergebnisse?

Die Wahllokale schließen um Punkt 18 Uhr, unmittelbar anschließend beginnt die Auszählung (die übrigens öffentlich ist – wer Spaß daran hat, kann im Wahllokal zuschauen, darf aber nicht stören). Prognosen gibt es direkt nach Schließung der Wahllokale, erste Hochrechnungen wenige Minuten später. Die Stadt rechnet für ihr Gebiet mit ersten Ergebnissen für die Landtagswahl aus den hannoverschen Wahlkreisen gegen 18.45 Uhr und mit dem vorläufigen Endergebnis gegen 20.45 Uhr.

Wo stehen Wahlergebnisse?

Hier auf HAZ.de informieren wie Sie bis in den späten Abend im Liveticker über alles Wissenswerte rund um die Wahl - und zeigen Ihnen die Ergebnisse der Wahlen in Hannover, den Stadtteilen und allen Kommunen der Region in anschaulichen Grafiken.

Wahlpartys

Die großen Parteien treffen sich am Sonntag zu Wahlpartys. Die CDU trifft sich im Cavallo in der Dragonerstraße. Die SPD feiert im Alten Rathaus. Die FDP-Anhänger verbringen den Abend in der Bar Celona in der Knochenhauerstraße, und die Grünen treffen sich im Besitos an der Goseride. Die Linken stoßen in der Marlene an der Alexanderstraße an. Nur die AfD trifft sich außerhalb Hannovers, nachdem die Ouzeri ihre ursprüngliche Zusage zurückgezogen hatte. Nun kommen die Anhänger in der ehemaligen Gaststätte Tarantella im Barsinghäuser Ortsteil Kirchdorf zusammen. Allerdings ist zumeist eine Anmeldung notwendig.

Briefwahl liegt im Trend

Wie schon die Bundestagswahl vor drei Wochen hat auch die Landtagswahl in der Region Hannover ein Rekordergebnis bei der Briefwahl verbucht. Die Stadt hat 60 600 Unterlagen herausgegeben und damit nach Angaben von Sprecher Denis Dix die höchste Nachfrage seit 1986 registriert. Im Umland kommen weitere 73 500 Männer und Frauen hinzu, die diese Möglichkeit nutzen. Damit haben insgesamt 16 Prozent aller Wahlberechtigten von der Briefwahlvariante Gebrauch gemacht. Wer Briefwahlunterlagen angefordert, aber den Stimmzettel noch nicht abgegeben hat, kann dies bis Sonntag, 18 Uhr, im Wahlamt im Neuen Rathaus am Trammplatz nachholen. Geöffnet ist an beiden Wochenendtagen von 8 bis 18 Uhr.

Was soll ich wählen?

Sie wissen noch nicht, was sie wählen sollen? Wir haben den Parteien Fragen vorgelegt, die Politiker haben geantwortet – vielleicht hilft Ihnen der Vergleich der Antworten, eine Entscheidung zu treffen.

Von Bildung über innere Sicherheit bis zur Landwirtschaft: Das wollen die Parteien nach der Landtagswahl umsetzen.

se/sbü

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