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David McAllister wirbt für Integration

Heimat-Kongress David McAllister wirbt für Integration

Integrationspolitik ist Ministerpräsident David McAllister (CDU) eine große Herausforderung für die Poitik. Er sprach am Montag in Hildesheim auf einer Tagung der Konrad-Adenauer-Stiftung über Heimat.

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David McAllister sprach am Montag in Hildesheim auf einer Tagung der Konrad-Adenauer-Stiftung über Heimat. (Archiv)

Quelle: Ralf Decker

Hildesheim. Die Integrationspolitik ist nach Ansicht von Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) eine der größten Herausforderungen für die deutsche Gesellschaft. „Zu lange haben wir darauf verzichtet, die Zuwanderer in Deutschland ernsthaft willkommen zu heißen und in unsere Kultur zu integrieren, sodass sich in den Großstädten schon teilweise Parallelgesellschaften gebildet haben“, sagte er am Montag auf einem Kongress der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung. Die Tagung im Hildesheimer Hotel „Berghölzchen“ kreiste um das Thema „Heimat“ und stieß auf ein überaus großes Interesse.

McAllister, dessen Vater aus Schottland stammt, war der prominenteste Redner auf dem Kongress, an dem nicht nur Sozialministerin Aygül Özkan (CDU), sondern auch Filmregisseure und Universitätsprofessoren über die Neubewertung des Heimatbegriffes redeten - auch in dem Bewusstsein, dass Heimat im Zeitalter der Globalisierung verloren gehen kann.

McAllister wertete es als positiv, dass man über den Begriff „Heimat“ wieder reden dürfe, den er in Anlehnung an ein Zitat Adenauers so verwendete: „Meine Heimat ist das Elbe-Weser-Dreieck, Deutschland ist mein Mutterland und Europa unsere Zukunft.“ Um die zum Teil entstandene Kluft zu Zuwanderfamilien in manchen Teilen Deutschlands zu überwinden, sei „Heimatpolitik im besten Sinne gefragt“, meinte McAllister: „Sie muss den Zugewanderten ein echtes Zuhause bieten, ohne den Alteingesessenen dabei fremd zu werden.“

Bei allem Engagement für Europa - McAllister äußerte Verständnis für die Hilfe „des Nordens für den Süden“ - dürften aber die kleinen Einheiten nicht aus dem Blick geraten, also die Politik in den Ländern, Städten und Gemeinden. Denn „Heimat“ bedeute für ihn auch, an einem bestimmten Ort zur Ruhe zu kommen, meinte der Ministerpräsident.

„Für mich ist die größte Erholung an einem Sonnabend in Bederkesa in kurzen Hosen zum Bäcker zu gehen und zu hören, was die Leute sagen.“ McAllister sagte, dass für deutsche wie europäische Politik die Devise „denke global, handle lokal“ maßgeblich sei. Die habe ein schottischer Städteplaner im 19. Jahrhundert erfunden und sei 1972 in dem berühmten Bericht des „Club of Rome“ aufgetaucht, der maßgeblich das Nachhaltigkeitsdenken beförderte.

Dabei lobte McAllister eine Politik der kleinen Schritte und auch die kleinen Einheiten. „Der Föderalismus bei uns ist ein Wert an sich - auch wenn er für manche Schwerfälligkeit verantwortlich gemacht wird“.

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