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Niedersachsen Ermittlungen gegen AfD-Politiker
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02:15 22.09.2017
Vertrauliche E-Mails weitergeleitet? Bodo Suhren. Quelle: Sammy Minkoff
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Hannover

Das AfD-Bundesvorstandsmitglied Bodo Suhren muss sich des Verdachts erwehren, Dienstgeheimnisse der Polizei verraten zu haben. „Wir prüfen, ob es einen Anfangsverdacht gibt“, sagte Volker Brandt von der Staatsanwaltschaft Osnabrück der HAZ. Die Ermittler schalteten sich ein, nachdem dem NDR E-Mails zugespielt worden waren, die Suhren offenbar dem AfD-Bundesvorstand weitergeleitet haben soll. So soll er aus einem Gutachten des Bundeskriminalamtes zur Gefährdungslage von AfD-Politikern zitiert haben, das als Verschlusssache und somit als geheim eingestuft worden war.

Der 1968 geborene Diplom-Betriebswirt Suhren arbeitet seit mehr als zehn Jahren als Polizeiamtsrat bei der Polizeidirektion Osnabrück. Von Mai 2013 bis März 2017 war er Landesschatzmeister der AfD in Niedersachsen - und einer der Hauptkritiker des umstrittenen AfD-Landesvorsitzenden Armin Paul Hampel. Der NDR vermutet, dass die ihm zugespielten Dokumente aus dem Mail-­Account Hampels kommen.

Suhren wird vorgeworfen, im Jahr 2016 polizeiinterne Flüchtlingszahlen aus Erstunterkünften weitergereicht zu haben - aus einem Lagebericht, der als „nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft war. Er selbst rechtfertigte sich mit der Behauptung, es habe sich um Informationen gehandelt, die im Internet zugänglich gewesen seien. Dies sieht die Polizeidirektion Osnabrück offenbar anders.

Gegen Suhren läuft bereits seit März ein Disziplinarverfahren, weil er zahlreiche private Mails von seinem Dienstrechner aus verschickt haben soll, darunter parteiinterne Mails der AfD.

mbb

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