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Landtag

Erneut Streit wegen Heimkindern


Die Landtagsopposition hat Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) erneut vorgeworfen, die Aufarbeitung des Schicksals früherer Heimkinder zu blockieren.

Mechthild Ross-Luttmann.

© Heusel

Uwe Schwarz, der sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, warf der Ministerin mangelnde Transparenz und Koordinierung der Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch in Berlin vor.

Der vom Bundestag eingesetzte Runde Tisch befasst sich mit möglichen Entschädigungszahlungen für ehemalige Heimkinder, die bis in die 1970er Jahre in kirchlichen und staatlichen Einrichtungen misshandelt worden waren.

Ross-Luttmann wies die Vorwürfe zurück. Eine Entscheidung über die Höhe von Entschädigungen könne nur in Berlin getroffen werden. Daneben leiste Niedersachsen vorbildliche Arbeit zur Aufarbeitung. „Niedersachsen war das erste Bundesland mit einer Hotline für ehemalige Heimkinder“, sagte Ross-Luttmann.

Zudem gebe es auch in Niedersachsen eine enge Zusammenarbeit mit den Geschädigten über den Gesprächsarbeitskreis, der am 5. Oktober wieder im Sozialministerium zusammentritt. Die ehemaligen Heimkinder fordern von der Landesregierung vor allem, sich für die Sicherung der noch vorhandenen Akten zu den Fällen einzusetzen. Laut Ross-Luttmann ist dies gewährleistet.

„Das Niedersächsische Landesarchiv sichert und sichtet die Akten an allen sieben Archivstandorten“, sagte die Ministerin. „Ich bin sehr froh, dass wir noch einen hohen Aktenbestand haben.“

lni

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