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Atompolitik

FDP fordert Suche nach Gorleben-Alternativen


Die niedersächsische FDP hat einen Kursschwenk bei der Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll vollzogen: Parallel zur Erkundung des Salzstocks Gorleben solle umgehend mit der Suche nach weiteren geeigneten Lagerstätten begonnen werden.
© dpa (Archiv)

Die Suche nach weiteren geeigneten Lagerstätten beschloss überraschend die Mehrheit der Delegierten am Samstagabend nach einer langen Debatte beim FDP-Landesparteitag in Braunschweig.

Damit setzten sich die Jungen Liberalen mit ihrer Forderung durch. Zuvor hatte es im Leitantrag des FDP-Landesvorstandes geheißen, die FDP lehne eine alternative Standortsuche ab, solange Gorleben als mögliches Atomendlager nicht zu Ende erkundet sei.

In einer langen Debatte stritten die FDP-Delegierten über den richtigen Weg zur Lagerung des stark strahlenden Mülls. Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode, Vorsitzender des FDP-Bezirksverbandes Lüneburg, forderte, bei der Entsorgung des stark strahlenden Atommülls dürfe man nicht zwingend eine Endlagerung in unterirdischem Gestein wie etwa im Salzstock Gorleben anstreben. Ein Antrag sah vor, auf eine langfristige und sichere Zwischenlagerung über Tage zu setzen, damit ein Zugriff auf den Müll jederzeit möglich ist. Eine solche Festlegung lehnte die Mehrheit der Delegierten aber ab.

Umwelt-Staatssekretär Stefan Birkner warnte zuvor, der Weg für eine geologische Tiefenlagerung der Atommülls dürfe nicht versperrt werden. Die schwarz-gelbe Bundesregierung lässt den Salzstock Gorleben als mögliches Atomendlager weiter erkunden.

dpa

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