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Althusmann verpasst TV-Termin – und erntet Spott im Internet

Spott über Spitzenkandidaten Althusmann verpasst TV-Termin – und erntet Spott im Internet

Ein Facebook-Post von CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann sorgt im Internet für Aufregung. Wegen Baustellen und Staus sei er nicht rechtzeitig nach Hamburg zu einer Fernsehsendung gekommen, schreibt Althusmann dort. SPD und Grüne werfen ihm vor, mit dieser Aussage geflunkert zu haben.

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CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann sorgt mit einem Facebook-Post für Aufregung.

Quelle: Julian Stratenschulte/Facebook-Screenshot

Hannover. Althusmann sollte am Donnerstag zu Gast sein beim NDR, auf dem roten Sofa der Sendung "DAS", die in Hamburg aufgezeichnet wird. Doch der Termin platzte, und die Erklärung dafür lieferte Althusmann auf seiner Facebook-Seite selber: "Wir schaffen es nicht mehr rechtzeitig ins Studio. Wir sind leider nicht pünktlich aus Hannover rausgekommen, auf Grund von zahlreichen Baustellen", heißt es dort. Althusmann wurde dann 24 Stunden später vom NDR interviewt.

Doch das war nicht die ganze Geschichte: Der Kandidat war aufgrund eines Missverständnisses zunächst ins Landesfunkhaus Hannover gefahren, weil sein Team glaubte, dort werde die Sendung aufgezeichnet. Das hatte sein Sprecher Gert Hahne gegenüber Medien eingeräumt.

SPD und Grüne sehen den CDU-Spitzenkandidaten beim Flunkern ertappt: "Bernd Althusmann hat sich durch seinen eigenen Facebook-Eintrag entlarvt", schreibt die Landesvorsitzende der Grünen, Meta Janssen-Kucz. Es habe keine Verkehrsprobleme gegeben, sondern das Team habe einen Fehler gemacht. "Wer es nicht schafft, das eigene Fehlverhalten und die zu späte Abfahrt aus Hannover zu benennen und stattdessen die Baustellen in Hannover verantwortlich für Verspätungen macht, handelt aus meiner Sicht unredlich."

SPD-Generalsekretär Detlef Tanke sieht den CDU-Spitzenkandidaten "mal wieder beim Flunkern erwischt". Althusmann habe sich dagegen entschieden, seinen Unterstützern die Wahrheit zu sagen. "Offenbar hat er sich sogar noch auf die Autobahn fahren lassen, nur um ein Foto zu machen, das diese Lügen-Geschichte belegt." Im Netz wurde diese Geschichte über das ganze Wochenende wiederholt geteilt.

Die CDU weist die Vorwürfe zurück: Nachdem man festgestellt habe, dass man am falschen Studio sei, hätte man es noch nach Hamburg geschafft, wenn man gut durchgekommen wäre. Doch das habe wegen der vielen Baustellen nicht geklappt. Die Aussage des Spitzenkandidaten sei daher nicht falsch.

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