Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Hebammen sollen Flüchtlingen helfen
Nachrichten Politik Niedersachsen Hebammen sollen Flüchtlingen helfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 06.08.2015
Wollen Flüchtlingsfamilien mit Hebammen helfen: Familienhebamme Angela Knopf, Soziapolitikerin Ulla Groskurt und Adolf Windorfer, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung "Eine Chance für Kinder".
Anzeige
Hannover

Windorfer fordert, das Familienhebammen-Programm auf Flüchtlingsfamilien auszuweiten. Ein Pilotprojekt dieser Arbeit gibt es in der Region Hannover bereits. Familienhebamme Angela Knopf kümmert sich in einer Sammelunterkunft in Ronnenberg um schwangere Frauen und Familien. Als Beispiel nennt sie eine Familie aus dem Irak: Das Haus sei zerbombt worden, der Krieg habe Leben auch in der Verwandtschaft gefordert, „die Kinder sind traumatisiert“, so Knopf. Eines der fünf Kinder sei zudem schwerbehindert und habe mehrfache Operationen sowie Krankengymnastik gebraucht. Die Familie sei mit dieser Aufgabe in Deutschland, ohne Kenntnis von Sprache, Gesundheitswesen und Behördenstrukturen, vollkommen überfordert gewesen.

Um das Programm für die etwa 3000 Flüchtlingsfamilien in Niedersachsen bezahlen zu können, müssten Bund, Land oder Kommunen 4,32 Millionen Euro in die Hand nehmen, meinte Win­dorfer. Das sei eine Investition in die Zukunft, denn ein wesentlicher Teil dieser Familien werde dauerhaft in Deutschland bleiben. „Was wir heute nicht bezahlen, schlägt in ein paar Jahren viel teurer auf uns zurück“, so Windorfer. „Das verpufft nicht. Die Öffentlichkeit bekommt das Geld mit Zinsen zurück“, betont Kuratoriumsmitglied Ulla Groskurt,

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Niedersachsen Niedersachsens Innenminister - Pistorius lehnt Cannabis-Freigabe ab

Niedersachsen lehnt die Forderung der rot-grünen Bremer Landesregierung nach einer Legalisierung von Cannabis ab. Innenminister Boris Pistorius (SPD) hält eine Freigabe oder auch Erhöhung von Freigrenzen „für komplett widersinnig“, wie er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Montag) sagte.

03.08.2015
Niedersachsen Flüchtlinge aus dem Nordirak - Niedersachsen will IS-Opfer aufnehmen

Nach Baden-Württemberg will auch Niedersachsen mit einem Sonderprogramm traumatisierte Frauen und Kinder aus dem Nordirak aufnehmen. Im Herbst sollen die 40 Betroffenen aus dem Nordirak nach Deutschland kommen.

31.07.2015

In Internetforen, Blogs und sozialen Medien nimmt die Hetze gegen Ausländer, Flüchtlinge und Muslime zu. Rechtsextreme würden versuchen, sich diese Stimmungen zunutze zu machen, um darauf ihre Kampagnen auszurichten, warnt jetzt der niedersächsische Verfassungsschutz.

02.08.2015
Anzeige