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Andretta schlägt Weltfrauentag als Feiertag vor

Landtagspräsidentin Andretta schlägt Weltfrauentag als Feiertag vor

In die Diskussion um einen neuen Feiertag in Niedersachsen hat sich jetzt auch Landtagspräsidentin Gabriele Andretta (SPD) eingeschaltet. Sie schlägt den Weltfrauentag, den 8. März, als neuen Feiertag vor.

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Schlägt den Weltfrauentag als zusätzlichen Feiertag in Niedersachsen vor: Landtagspräsidentin Gabriele Andretta.

Quelle: Hauke-Christian Dittrich

Hannover.  Bei der Vorstellung ihrer Pläne und Initiativen zur Stärkung der gesellschaftlichen Rolle der Frauen im 100. Jahr des Frauenwahlrechts sagte Landtagspräsidentin Andretta: ,,Er zählt zu den wenigen Gedenktagen, die weltweit die Teilhabe von Frauen am politischen Leben würdigen, deshalb halte ich ihn als Feiertag für sehr geeignet. Dafür werde ich werben und dafür werde ich mich einsetzen.“ Die Debatte über die Wahl des Feiertags werde aktuell noch sehr offen geführt - auch wenn bisher der Reformationstag in der Debatte vorne liegt. Die Stärkung der gesellschaftlichen Rolle der Frauen im 100. Jahr des Frauenwahlrechts bezeichnete sie als ganz besondere Herzensangelegenheit.

Die Politikerin ist in der 71-jährigen Landtagsgeschichte die erste Präsidiums-Chefin. Sie plant für den 8. März bereits eine Art frauenpolitischen Empfang, der während ihrer Amtsperiode künftig in jedem Jahr an diesem Datum veranstaltet werden soll. Dazu sollen vor allem weibliche Politikerinnen eingeladen werden. „Der internationale Frauentag ist ein Tag der würdig ist, feierlich begangen zu werden“, sagte Andretta, die den Landtag künftig zum offenen Plenum machen will. 

 Sie zog eine positive Bilanz der ersten Sitzungen in dem neuen Plenarsaal, der sich positiv auf die Debattenkultur im Landtag auswirke. Mit Blick auf die neue schwarz-rote Koalitionsregierung meinte sie: „Die Sorge jedenfalls, dass mit der GroKo eine bleierne Zeit anbricht - ich glaube, diese Furcht hat sich nicht bewahrheitet.“ Die AfD als Parlamentsneuling in Niedersachsen habe zudem bisher „zivilisierte Umgangsformen“ erkennen lassen.

Andretta plant für die kommenden Jahre thematische Schwerpunkte, mit denen sie durch Veranstaltungen und Debatten Akzente setzen will. Während das laufende Jahr unter dem Stichwort „Starke Frauen“ steht, gab sie für 2019 das Motto „Jugend und Demokratie“, für 2020 „Demokratie in der digitalen Gesellschaft“ und 2021 „Lebendige Demokratie in einer vielfältigen und offenen Gesellschaft“ aus. 

 Im aktuellen Jahr ist etwa am 23. April der literarische Vortragswettbewerb (Poetry Slam) „Frauen an die Macht“ geplant, bei der fünf Frauen gegeneinander antreten. Nach einem Filmabend mit dem Stummfilm „Die Suffragette“ steht dann am 12. November ein Festakt zum 100. Jahrestag des Frauenwahlrechts an. Davor soll im Sommer bei einer Veranstaltung die Frage diskutiert werden, ob Niedersachsen künftig über Wahllisten eine paritätische Gleichstellung von Mann und Frau („Parité-Gesetz“) im Landtag absichern sollte. 

 Niedersachsens Landesfrauenrat hatte nach der vergangenen Landtagswahl kritisiert, dass der Anteil der weiblichen Abgeordneten im aktuellen Landtag auf unter 30 Prozent gesunken und damit so niedrig wie zuletzt vor 20 Jahren ist. Der Frauenanteil lag vor der Wahl bei rund 31 Prozent, sackte dann aber auf nun rund 27 Prozent ab. 

Von mbb/dpa

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