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Landkreis Göttingen

Friedland nimmt künftig Asylbewerber auf


Das Grenzdurchgangslager Friedland ist für die geringe Zahl deutscher Aussiedler zu groß geworden. Jetzt soll es vor allem Asylbewerber aufnehmen - rund 3000 erwartet Niedersachsen jährlich.
Das Grenzdurchgangslager Friedland im Landkreis Göttingen nimmt künftig hauptsächlich Asylbewerber auf.

Das Grenzdurchgangslager Friedland im Landkreis Göttingen nimmt künftig hauptsächlich Asylbewerber auf.

© dpa

Das als „Tor zur Freiheit“ bekannte Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen soll künftig statt Aussiedler vor allem Asylbewerber aufnehmen. Da die Zahl deutschstämmiger Aussiedler immer weiter sinke, könnte die Kapazität des Lagers anders nicht mehr ausreichend genutzt werden, sagte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) am Mittwoch. Niedersachsen rechnet mit jährlich gut 3000 Asylbewerbern.

Die ersten Flüchtlinge waren in Friedland am 26. September 1945 aufgenommen worden. Die britische Militärverwaltung hatte die Einrichtung damals innerhalb weniger Tage hergerichtet, um die immer größer werdenden Flüchtlingsströme aus dem Osten zu kanalisieren. Kurz nach der Gründung des Lagers waren jährlich zwischen 200.000 und 500.000 Aussiedler, Flüchtlinge und entlassene Kriegsgefangene aufgenommen worden.
Schünemann war am Mittwoch nach Friedland gekommen, um die letzten der von Deutschland aufgenommenen 2500 Irak-Flüchtlinge vor der Abreise in die künftigen Wohnorte zu verabschieden.

dpa

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