Die Regierung könne weder die gesunkene Bereitschaft der Eltern ignorieren, ihre Kinder auf eine Hauptschule zu schicken, noch den demografischen Schülerrückgang, sagte Brandt bei der diesjährigen Landesdelegiertenkonferenz am Montag in Hannover. Er war mit 85,6 Prozent der Stimmen von den rund 280 Delegierten im Amt bestätigt worden. Bei der letzten Wahl in Bad Zwischenahn im Jahr 2007 hatte er rund 73 Prozent erhalten.
„Welchen Sinn hat es, eine Hauptschule mit 13 Schülern, nicht pro Klasse, sondern insgesamt, künstlich am Leben zu erhalten?“, fragte der GEW-Chef. Die von der Regierung angestrebte Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen werde das Problem nicht lösen. Eltern und Kommunen wünschten sich mehr Freiheit und Gesamtschulen als Alternative zum gegliederten System. „Es geht nicht darum, Gymnasien abzuschaffen“, betonte Brandt. Wichtig sei es aber, auch kleinere drei- und vierzügige Gesamtschulen zuzulassen. Bisher müssen neue Gesamtschulen mindestens fünf Klassen pro Jahrgang aufweisen. Brandt kritisierte die Einführung des Turbo-Abiturs auch an Gesamtschulen.
Weit weniger versöhnlich als Brandt zeigte sich der Landesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Hartmut Tölle. „Das Drei-Klassen-Wahlrecht ist überall abgeschafft, nur nicht in der Schulpolitik“, sagte er in seinem Grußwort. Im Kern gehe es den Regierungsparteien nur darum, dass „diejenigen, die jetzt schon bevorteilt sind, es auch weiterhin bleiben sollen“. Wulffs Attacken gegen Brandt in der Landtagssitzung im August bezeichnete Tölle als persönliche Verunglimpfung. Die Gewerkschaften hatten vom Ministerpräsidenten eine Entschuldigung für seine „Wutrede“ gefordert. „Unser Brief ist bis jetzt unbeantwortet., aber wir werden nicht zur Tagesordnung übergehen.“
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Kommentare
Ach nö Volker B. – 30.09.09
Schaut man sich die Ergebnisse der Bundestagswahl an so ist es wohl so das nur etwa ein viertel der Hannoveraner CDU gewählt haben. Insofern dürfte die Meinung eines harrybo wohl in der Minderheit sein und Wallbaum sich nicht die Mühe machen auf Kommentare zu antworten die sich selbst disqualifizieren, weil sie neben den zu beanstandenden Ton auch noch inhaltlich schlicht falsch sind.Also munter bleiben.
Kommentar von harrybo hazleser – 30.09.09
Der Kommentator "hazleser" lebt in der Provinz und ist wegen fehlender Niedersachsenseite im "Niedersächsichen Tageblatt" auf die Berichterstattung der HAZ angewiesen.Bei aller Anonymität im Netz: Vorsicht mit den Behauptungen.
Brandt und GEW harrybo – 30.09.09
Der Gegenkommentar ist entweder von Brandt oder der HAZ-Redaktion (Wallbaum?)Heute hat Saskia schon wieder am Drops gelutscht.
Wahrscheinlich gibt es in der HAZ-Redaktion nicht genug zu tun.
HAZ und GEW-Chef hazleser – 29.09.09
Zum Glück bleibt eine Redakteurin einmal am Thema dran. Schlimm genug, wenn in vielen anderen Medien ständig ein Drops angelutscht, die gründliche Recherche aber unterbleibt.Herr Brandt hat seinen Unterricht nicht geschwänzt, das stand auch in der HAZ.
Liebe HAZ: Bitte dranbleiben...
Viel Wind um Brandt harrybo – 29.09.09
Um Herrn Brandt - der zweifelsfrei seinen Unterrichtsverpflichtungen NICHT nachgekommen ist, wird viel zu viel Wind gemacht. Jede Woche beschäftigt sich ausführlich und liebevoll Frau Saskia Döhner mit ihm. Die HAZ sollte sich endgültig sinnvollen und für Leser wertvolleren Themen widmen.Frau Döhner: die Wahl ist durch, die SPD unten durch, Jüttner verläßt langsam die Bühne: Sie können sich entspannen.