Der frühere Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte die Schachtanlage des einsturzgefährdeten Atommüllagers Asse in Remlingen bei Wolfenbüttel im vergangenen September besichtigt.
Der frühere Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat der Atomindustrie beim Umgang mit dem Pannenlager Asse verantwortungsloses Verhalten vorgeworfen. Es sei „skandalös“, dass die Atomwirtschaft die Asse für eine „Billigentsorgung“ genutzt habe, sagte er am Donnerstag kurz vor seiner Befragung als Zeuge im Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtags in Hannover.
Es sei auch schamlos, wie Wissenschaftler im Ausschuss aufgetreten seien. Aus Sicht des SPD-Chefs hätte das einsturzgefährdete Salzbergwerk, in das Wasser eindringt, nie als Atommülllager genutzt werden dürfen. „Es ist eines der größten Problemfälle, die wir in Europa haben“, sagte Gabriel. Der SPD-Politiker war von 2005 bis 2009 Bundesumweltminister, davor 1999 bis 2003 Ministerpräsident in Niedersachsen.
Im Ausschuss entbrannte ein Streit über die fachliche Kompetenz des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) und seines Präsidenten Wolfram König. Die Behörde hatte Anfang 2009 unter der Amtszeit Gabriels als Bundesumweltminister die Verantwortung für die Asse übernommen.
CDU-Abgeordnete im Untersuchungsausschuss zitierten aus einem Schreiben aus dem Jahr 2007 aus dem BfS, in dem harsche Kritik an Präsident König geübt wurde. Das BfS sei fachlich am Ende, König habe kein Interesse, die Asse ordnungsgemäß zu schließen, hieß es darin. Der CDU-Abgeordnete Karl-Heinrich Langspecht sagte, es handle sich um ein Schreiben der Personalräte des BfS.
Gabriel jedoch sprach von einem anonymen und denunziatorischen Schreiben. Auf sein Betreiben hin sei deshalb Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt worden. Es handle sich um ein Schreiben eines Mitarbeiters, der wegen seiner Arbeitsmoral umstritten gewesen sei. Gabriel nannte das Strahlenschutz-Amt eine „fachlich exzellente Behörde“.
lni
Mehr Stellen und zunehmend Schwierigkeiten, diese zu besetzen: Die knapp 500 Betriebe, die im Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall zusammengefasst sind, bieten fast 2000 Ausbildungsplätze an. Im Durchschnitt könnten aber drei bis fünf Prozent der Stellen nicht besetzt werden, berichtete der Verband am Donnerstag in Hannover. mehr
Kommentare
Erzengel Gabriel Gerda Schröder (die ohne gefärbte Haare) – 11.03.10
Hat der zuviel am Harzer Roller geschnüffelt??? Lächerlicher geht es doch gar nicht. Zig Jahre Zeit gehabt etwas zu unternehmen, nix getan, da er abgeblich den "Experten" vertraut hat, aber umgekehrt seinen Vorgängern vorwerfen, dass sie die "Experten" unter Druck gesetzt haben soll. Das Problem wird aber sein, dass sein Konzept aufgehen wird und er damit Stimmen gewinnen wird... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenGabriel Erzengel – 11.03.10
Ist Gabriel auf Exstasy oder ist das sein Normalzustand? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenAsse Wendehals – 11.03.10
Ist dieser Herr Gabriel ein Außerirdischer? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden"Skandalös" Baron Münchhausen – 11.03.10
Wenn hier etwas skandalös ist, dann der der Harzer Gacker Gabriel. Selbst ein Gummibaum kann sich nicht so verbiegen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenAsse - Skandal Starclub – 11.03.10
"SKANDALÖS" ist nur das Getöse von Herrn Gabriel, der schließlich als Ministerpräsident von Niedersachsen mit dem Problem Asse mehr als nur vertraut gewesen sein sollte, liegt doch die Asse auch in seinem Wahlkreis. Ihm war die politische Brisanz dieses Themas mehr als bewußt, denn weder als Ministerpräsident noch als Bundesumweltminister hat er dieses "heiße Eisen" angefaßt. Erst als er sicher sein konnte, als Bundesumweltminister abgewählt zu werden, hat er die Bombe 2009 gezündet, um anschließend mit dem Finger auf andere zeigen zu können. Die Frage muß nun lauten, weshalb er in seinen Amtszeiten NICHTS getan hat. Aber leider stellt die ihm keiner! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben