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Um Männer gekümmert

Gleichstellungsbeauftragte in Goslar abberufen


Weil sie sich mehr um die Belange von Männern als um die von Frauen gekümmert haben soll, muss die kommunale Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar gehen.

Der Stadtrat habe Monika Ebeling (SPD) am Dienstabend mit 25 zu 10 Stimmen aus dem Amt abberufen, sagte eine Stadtsprecherin. Drei Ratsmitglieder enthielten sich.

Der Entscheidung sei eine teils heftige Diskussion vorangegangen. Nach den Worten von Bürgermeisterin Renate Lucksch (SPD) hat Ebeling keine schlechte Arbeit geleistet. Ihr sei nur „der Fokus verrutscht“. Sie habe sich in ihrem Amt ausschließlich um Männerthemen gekümmert.

Der Rat folgte der Empfehlung des Verwaltungsausschusses, der bereits in der vergangenen Woche dafür plädiert hatte, die 51-jährige Sozialdemokratin abzuberufen. Am Dienstag stimmten auch alle SPD-Ratsmitglieder gegen ihre Genossin. Einzig die CDU wollte die 51-Jährige im Amt halten.

An der Sozialpädagogin Ebeling, die seit 2008 eine halbe Stelle als Gleichstellungsbeauftragte innehatte und daneben einen Kindergarten leitet, scheiden sich die Geister in Goslar schon seit Monaten. Während die CDU mit ihrer Arbeit zufrieden scheint, sind Grüne, Linke, SPD und FDP unzufrieden. Zudem heißt es, die Gleichstellungsbeauftragte sei nicht teamfähig und zudem beratungsresistent.

Ebeling hat alle Vorwürfe zurückgewiesen. Sie habe zwar auch das Wohl von Männern im Blick. Dies sei aber nach der Definition des Amtes ein Teil der Gleichstellungsaufgabe. Es sei offensichtlich, dass es in der Gesellschaft nicht nur Benachteiligungen von Frauen, sondern auch von Männern gebe. Die vakante Stelle soll jetzt verwaltungsintern ausgeschrieben werden.

dpa

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