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Mehr Tempo in der Flüchtlingspolitik gefordert

Goslars Bürgermeister: Mehr Tempo in der Flüchtlingspolitik gefordert

Mehr Tempo in der Flüchtlingspolitik hat Goslars Oberbürgermeister Oliver Junk (CDU) von der Bundesregierung gefordert. Es werde so getan, als ob gerade eine "Flüchtlingsflut" über Deutschland hereinbreche, sagte Junk am Donnerstag. Was fehle, seien Geschwindigkeit und Entscheidungsfreudigkeit, kritisierte der CDU-Politiker.

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Fordert von der Bundesregierung mehr Tempo in der Flüchtlingspolitik: Goslars Bürgermeister Oliver Junk.

Quelle: dpa/Archiv

Goslar. So werde schon seit Monaten über mehr Personal beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geredet, sagte Junk. Passiert sei aber wenig. Ohne das Engagement von Kommunen und ehrenamtlichen Helfern bei der Flüchtlingsaufnahme in den vergangenen Monaten "wäre der Druck beim Bund schon viel früher viel größer gewesen".

Junk rief im Deutschlandradio Kultur dazu auf, Flüchtlinge als Chance für Deutschland zu begreifen. Sie müssten qualifiziert werden, ihre Kinder in die Schulen gehen. Dann werde die Gesellschaft einen Gewinn aus ihnen ziehen. Dies habe auch mit den drei Millionen Spätaussiedlern funktioniert, die um 1990 herum gekommen seien.

Die Balkan-Flüchtlinge schloss Junk ausdrücklich aus. Es sei "Wahnsinn", dass die Kommunen mit diesem Problem befasst seien, sagte er. Zu "99,9 Prozent" hätten die Flüchtlinge vom Balkan keine Chance, als Asylbewerber anerkannt zu werden.

Junk plädiert seit Monaten dafür, Flüchtlinge verstärkt in Regionen mit freiem Wohnraum unterzubringen, statt in überlasteten Ballungsgebieten immer mehr Behelfsunterkünfte zu belegen.

lni

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