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Ministerin kämpft um Ruf

Grotelüschen scheint trotz der Vorwürfe mit sich im Reinen


Astrid Grotelüschen kämpft um ihren Ruf – als amtliche oberste Tierschützerin Niedersachens. Doch trotz der Vorwürfe scheint die Landwirtschaftsministerin mit sich im Reinen zu sein.
„Konstruierte Zusammenhänge“: Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen wehrt sich gegen den Vorwurf der Tierquälerei.

„Konstruierte Zusammenhänge“: Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen wehrt sich gegen den Vorwurf der Tierquälerei.

© dpa

Draußen vor dem Landwirtschaftsministerium stehen schon die Aktivisten der radikalen Tierrechtlerorganisation Peta, ausgewiesen durch einen Schriftzug am schwarzen T-Shirt, und reden auf Reporter ein. Drinnen warten schon zahlreiche Fotografen auf Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen (CDU), gerade mal 108 Tage im Amt, und harren ihrer angekündigten persönliche Erklärung. Und zwar nicht zu Schinkenersatz oder Analogkäse, die heute mit der Vorlage des Verbraucherschutzberichtes offiziell auf der Tagesordnung stehen. Nein, das Medieninteresse gilt der „Puten-Affäre“ oder der Affäre Grotelüschen, die wahrscheinlich gar keine Affäre ist, sondern ein Streit um die Frage, ob eine Frau der Agrarindustrie wirksam die Interessen des Tierschutzes vertreten kann oder ob nicht.

Seit Montagabend kämpft Astrid Grotelüschen, die noch Christian Wulff als Ministerpräsident zur Grundsanierung seines in die Jahre gekommenen Landeskabinetts nach Hannover berief, um ihren guten Ruf als Amtsperson. Viel Zeit, sich diesen überhaupt zu erwerben, hat die diplomierte Ökotrophologin und frühere Bundestagsabgeordnete nicht gehabt, zumal die radikalen Tierrechtler von Peta Grotelüschen seit dem Tage ihres Amtsantritts im Visier haben, weil sie bis dahin als Geschäftsführerin im familieneigenen Putenkükenzuchtbetrieb gearbeitet hat. Der zählt mit der Produktion von zehn Millionen Küken jährlich zu den ganz großen in der Republik. Gut ein Drittel der Küken geht davon an die „Putenerzeugergemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern“, von der Peta-Mann Stefan Bröckling nach eigenen Angaben zwei Ställe aufgesucht hat, nachts, heimlich und mit der Videokamera. Kranke und verweste Tiere hat er gefilmt, als Mann für „Special Projects“ weist ihn seine Visitenkarte aus.

Na klar habe man sich Betriebe ausgesucht, die mit der Familie Grotelüschen verbunden seien, sagt der Aktivist. „Bei dieser Frau geht es darum zu zeigen, dass sie in Sachen Massentierhaltung nie unparteiische Urteile fällen kann. Diese Ministerin wird sich nie gegen die Fleischindustrie stellen, weil sie aus der Fleischindustrie kommt“, meint der Peta-Aktivist, der die Kampagne entfacht hat, die jetzt einige Wellen schlägt.

Oben im Großen Sitzungssaal des Landwirtschaftsministeriums ist Astrid Grotelüschen ganz anderer Meinung. „Ich sehe keinerlei Anhaltspunkte, dass ich eingeschränkt bin in meinem Handeln“, sagt eine Politikerin, die völlig mit sich im Reinen zu sein scheint. Eine halbe Stunde Zeit nimmt sie sich, um alle Fragen der Reporter zu beantworten, auch wenn sie es „sehr bedauerlich“ findet, jetzt „auf diesen einzigen Punkt reduziert zu werden“. Mit womöglich tierquälerisch gehaltenen Puten in Mecklenburg-Vorpommern habe sie nichts zu tun, auch wenn ihr Mann mit einer Sperrminorität von dreizig Prozent an dieser Erzeugergemeinschaft beteiligt sei. „Ich habe diese angeblichen Zustände nicht zu verantworten“, sie spricht von „konstruierten Zusammenhängen“ und betont immer wieder, dass „es in unserem Unternehmen“ ganz wesentlich sei, dass „wir keine Vollintegration haben, sondern dass die Landwirte ganz selbstständig sind“. Soll heißen: Die Firma Grotelüschen liefert zwar den Betrieben, die die Puten mästen, die Küken und schlachtet dann wieder die Tiere, wenn sie ihr Schlachtgewicht erreicht haben. Für die Mast indes sind die Bauern zuständig. Allerdings sei das gesamte Netz der Putenfleischproduktion ein enges, erläutert die Ministerin: „Ein Küken schlüpft erst, wenn feststeht, wo es aufgezogen wird und wo es zur Schlachtung kommt.“ Also entscheidet der Schlachttermin den Geburtstag? „Auch wenn es pietätlos klingt, geht es so zu in der Fleischproduktion. Ich sehe da keinen Ansatz für eine ethische Diskussion.“

Aber Tiere gesund, ohne Verletzungen aufzuziehen, gehöre „zum Management“ der Landwirte, sagt die Ministerin, die als Managerin der Firma Grotelüschen nie in einem der beiden Mecklenburgischen Ställen gewesen sei: „Entscheidend ist immer, dass der Tierschutz eingehalten wird.“

Diese Frage ist bei den beiden Mecklenburgischen Betrieben, deren angebliche Stallzustände gegen Grotelüschen angeführt werden, noch nicht endgültig entschieden – auch wenn die Behörden in Ostdeutschland keine Missstände gefunden haben.

Michael B. Berger

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  • @ Hans Dr. Hans Olg – 25.08.10
    "By the way: Herr Olg hat nur unser Schulsystem durchlaufen, wie auch Özkan und Groteluschen, deshalb konnt' er promovieren."

    Ich habe das deutsche Schulsystem nur zum Teil durchlaufen, die meiste Zeit war ich in den USA und Großbritannien in der Schule.
    Ätsch!
  • @ sapmi Dr. Hans Olg – 25.08.10
    "Es besteht der Anfangsverdacht der Vorteilsannahme und der Vorteilsgewährung, denn Grotelusche werden Dinge vorgeworfen, welche mit ihrem Minsteramt zunächst nichts zu tun haben."

    Dieser Verdacht besteht nicht, denn wie sie selber schreiben, haben die Vorswürfe nichts mit dem Ministeramt zu tun, ergo können die von Ihnen angegebenen Tatbestände schon objektiv nicht erfüllt sein, weil es an der Amtsträgereigenschaft fehlt.
  • Hühnerstall Hans – 16.08.10
    Dass es einen Interessenkonflikt zwischen Amt und Familienbetrieb gibt ist allerdings eine delikate Sache - so nennt man das ja heutzutage. Von daher rechtlich schon von Belang, das ist nicht nur Beratung, wie es Dr. Olg zu deuten versucht.

    Und nicht umsonst spammt man uns Leser mit Grote Luschen zu. Diese Befangenheit, die sich ja andeutet, könnte unter normalen Umständen durchaus die selbst in Putenkreisen ziemlich Unbedarfte das Ministeramt kosten, wie gesagt, unter normalen. Aber noch wird die Gute noch gedeckt. McAllister hat fürwahr bald das breiteste Kreuz der Welt und breitet seine Fittiche über die vielen Parteihühnchen, die er unter sich versammelt sieht.

    Auffallend, dass man jetzt auch auf Özkan wieder HAZ macht, die ist diese Woche wohl dran.

    Noch merkwürdiger, dass Wulff gleich zwei solch gleichartig unbedarft auftretende CDU-Frauen auftreten und in Ämter bringen ließ. Wozu? Und weshalb demontiert man sie medial so schnell nach Wulffs Abgang?

    By the way: Herr Olg hat nur unser Schulsystem durchlaufen, wie auch Özkan und Groteluschen, deshalb konnt' er promovieren. ;-)
  • rite? sapmi – 14.08.10
    Oh Olg, wer hat Dich nur promoviert?
    Es besteht der Anfangsverdacht der Vorteilsannahme und der Vorteilsgewährung, denn Grotelusche werden Dinge vorgeworfen, welche mit ihrem Minsteramt zunächst nichts zu tun haben. Folglich konnte das LM keine Anwälte in Stellung bringen. Das ist alleine Sache der Grotelusche. Dass es einen Interessenkonflikt zwischen Amt und Familienbetrieb gibt ist eine andere, allerdings eine prenzlige Sache, welche der Dame das Ministeramt kosten wird. Wetten dass? Sache.
    Und Mc Sowieso wäre gut beraten, diesen Rauswurf schnell zu vollziehen, denn mit Ihr, der Grotelusche, wird auch er baden gehen. Bei der nächsten Wahl, meine ich. Wetten dass?
  • @ Kerry Dr. Hans Olg – 13.08.10
    Wer berät entscheidet nicht und dessen Handeln ist daher strafrechtlich nicht relevant.
  • Putenmast Herta – 13.08.10
    Das kann ich gut verstehen, daß die Küken erst erscheinen wollen wenn die Luft rein ist in der Fleischproduuktion.
  • Grotelüschen Puten-Queen Pater Brown – 13.08.10
    [… Mehrfach-Posting von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen …]
  • Grotelüschen Puten-Queen Pater Brown – 13.08.10
    [… Mehrfach-Posting von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen …]
  • @Dr. Hans Olg Kerry – 13.08.10
    …ich denke, eine beratende, entgeldliche Stellung im eigenen Betrieb, hat eine Einflussnahme auf jegliche Gestaltung. Oder ?

  • Nicht nur PETA - selbst Tierärztekammer kritisierte Putenmast Elisabeth Petras – 13.08.10
    Industrielle Putenmast geht in Deutschland IMMER mit Schmerzen und Leiden der Tiere einher. Das bestätigen offizielle Studien, wie die aktuelle groß angelegte von Ellerich et. al der Universität in Leipzig, die u. a. belegte, dass faast 100% der Tiere an Fußschäden durch das Stehen im eigenen Kot in Verbindung mit dem viel zu schweren Gewicht haben! Ca. 27% der männlichen Tiere leiden zudem unter Brustblasen - beides schmerzhafte Erkrankungen!

    Wenn Frau Grotelüschen nun behauptet, sei wüsste dies nicht, ist dies der blanke Hohn. Das Tierschtuzgesetz wird durch die geltende Veroordnung klar unterlaufen, sie muss daher geändert werden! Illegal ist zudem das generelle Kürzen der Schnäbel in den Brütereien - also auch bei Grotelüschen!

    Auch die Qualzuchtlinie BUT Big6 ist für Schmerzen und Leiden der Tiere mitverantwortlich - und wird dennoch von den Brütereien vorzugsweise eingesetzt!

    Wenn Frau Grotelüschen diese Probleme leugnet, anstatt sie aktiv anzugehen, wenn sie wider besseres Wissen von gesunden Tieren spricht, ist sie für den Posten schlicht ungeeignet!
  • Grotelüschen Puten-Queen Pater Brown – 13.08.10
    [... Unbelegte Tatsachenbehauptung von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen ... ]
  • Nur wieder eine neue Verantwortungslose... Demokrates – 13.08.10
    "Wenn die Menschen die Macht hätten, solches Narrenwerk zu beenden, dann sähe es besser aus auf dieser Erde." schreibt einer.

    Und hat damit gar nicht mal so unrecht, denn weil wir weiter glauben, dass wir hier eine Demokratie realisieren würden, die uns das Gesetz zusagt, deshalb bekommen Grote Luschen, Wuffs statt Wolfs und Sauerländer statt Deutschländer, obwohl das auch oft einfach nur Würstchen sind.

    Der heutige demokratisch meinende Wähler muss sich erstmal klar drüber werden, dass er etwas wählt, was
    a) nicht so eintreten wird,
    und b) er dann einfach nicht mehr so schnell los wird, denn Groteluschen bleibt uns noch lange erhalten, wie ein anderer hier angedeutet hat.

    Groteluschen ist nur eine mehr, die sich vor Verantwortung drückt, einfach nur Platzhalterin.

    Also was haben wir für eine Wahl?
    Direkte Demokratie wäre gut, aber nur dann, wenn wir uns schleunigst alle fit machen, um eine zielführende Urteilsfähigkeit zu entwickeln. Das hieße also, erstmal für gute Bildung sorgen und für eine, die möglichst vielen hier zugute kommt, denn auch dafür haben die klugen Strategen schon gesorgt.

    Verdummung, Ablenkung und Desinformation sorgen bereits jetzt dafür, dass direkte demokratische Prozesse so destruktiv ablaufen, wie der neuerliche Hamburger Bürgerentscheid gegen eine Auflösung des so schädlichen dreigliedrigen Bildungssystems, das uns Christparteien und Klientelpartei FDP aufgetischt hat.

    Bevor wir also direkt demokratisch entscheiden können, müssen wir dafür sorgen, dass wir ein bißchen mehr Überblick mittels Bildung vorrätig haben. Nur dann kommen solche Groteluschens erst gar nicht mehr dorthin, wo sie solchen Schaden anrichten können.

    Bildung statt EinBILDung täte echt Not.

  • @ Guido Dr. Hans Olg – 13.08.10
    "Die Staatsanwaltschaft wird keinen Anfangsverdacht ermitteln - wetten dass...?"

    Solange die Ministerin in keiner Weise an den Unternehmen beteiligt ist bzw. dort eine einflußreiche Position innehat, gibt es keinen Grund für ein Ermittlungsverfahren gegen sie. Das wäre dann nämlich Verschwendung von öffentlichen Geldern.
    Vielmehr muss ein Ermittlungsverfahren gegen die direkt Verantwortlichen dieser Unternehmen eröffnet werden.
  • Korrektur sapmi – 13.08.10
    Frau Grotelusche gehört weg!
  • Muss nachlegen sapmi – 13.08.10
    Frau Grotelusche weg. Und ebenso Herr Wulff, denn auch dieser feine Herr hätte besser hinsehen sollen, wen er da in sein Kabinett beruft. Es kann nicht sein, dass einer Frau, welche sich mit einer selbst von der EU inzwischen beanstandeten Haltungsweise von Geflügel ihre Brötchen verdient, der Bereich Tierschutze übertragen wird. Als Sofortmaßnahme ist der Bereich Tierschutz aus dem Landwirtschaftsressort auszugliedern, weil es zwischen Landwirtschaft und Tierschutz stets einen Interessenkonflikt geben wird.

    Hier nun die EU-Richtlinie:

    Die Richtlinie 98/58/EG des Rates über den Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere enthält Grundregeln zum Schutz von Tieren aller Arten (einschließlich Fische, Reptilien und Amphibien), die zur Erzeugung von Nahrungsmitteln, Wolle, Häuten oder Fellen oder zu anderen landwirtschaftlichen Zwecken gezüchtet oder gehalten werden. Diese Regelung beruht auf dem Europäischen Übereinkommen zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Tierhaltungen und den vom "Farm Animal Welfare Council" des britischen Landwirtschaftsministeriums festgelegten "fünf Freiheiten":

    * Freisein von Hunger und Durst (Zugang zu frischem Trinkwasser und gesunder Nahrung),
    * Freisein von Unbehagen (angemessenes Lebensumfeld mit Unterschlupf und bequemem Liegeplatz),
    * Freisein von Schmerzen, Verletzungen und Krankheiten (Verhütung bzw. schnelle Behandlung),
    * Freisein zum Ausleben normaler Verhaltensweisen (ausreichendes Platzangebot, angemessene Funktionsbereiche und sozialer Kontakt zu Artgenossen),
    * Freisein von Angst und Leiden (Haltungsbedingungen und Behandlungen, die keine psychischen Leiden fördern).

    Die Gemeinschaftsvorschriften zum Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere sind als Mindestanforderungen festgelegt worden. Es steht den nationalen Regierungen demnach frei, strengere Normen festzulegen, soweit sie mit dem Vertrag vereinbar sind.

    Und wer hält sich daran? nicht einmal der Betrieb (und das ist er!) der Frau Tierschutzministerin Grotelusche.

    Und deshalb weg mit ihr und weg mit Wulff!
  • Grotelüschen Guido – 13.08.10
    Die Dame darf vollkommen im Reinen mit sich sein.
    Das Ministerium hat Anwälte in Stellung gebracht, obwohl es sich um eine private Angelegenheit von Frau G. handelt (Vorteilsnahme).
    Die Staatsanwaltschaft wird keinen Anfangsverdacht ermitteln - wetten dass...?
    Somit ist jede Aufregung für lau.
  • @willi Calo – 13.08.10
    Zitat: „Die Dame hat von ihren Kolleginnen und Kollegen doch schnell gelernt: Poliziker (Anm.: soll wohl Politiker heissen) zeichnet eine Teflon-Mentalität aus -es bleibt nichts kleben!! Nur so kann man politisch Karriere machen.“

    Wieso lebst Du eigentlich nur von Verallgemeinerungen? Mach doch mal einen richtigen Satz draus, da fehlt noch der Schluss. Der muss lauten:
    „Nur so kann man politisch Karriere machen – wie Christian Wulff!“
  • ich hoffe nicht tiffy – 13.08.10
    Ich hoffe genau das nicht. Aber hier zeigt sich leider, dass Politikerinnen genauso schlecht sind wie Poltiker bzw. in ihrer traurigen und dümmlichen Betonkopfhaltung ihren Kollegen in nichts nachstehen.

    Insgesamt ein weiteres Armutszeignis für die Landesregierung.
  • Geschmacklosigkeit sapmi – 13.08.10
    "Astrid Grotelüschen kämpft um ihren Ruf – als amtliche oberste Tierschützerin Niedersachens."
    Geschmackloser geht es nicht mehr!
    Es wird Zeit, Mc Allister, dieser Dame ihr Handwerk als "oberste Tierschützerin" zu legen. Daran, dass nach deren eigener Aussage, "... es mag pietätlos klingen ..." ihr diese Aufgabe nicht entzogen wird, und sei es nur durch eine Ausgliederung des Tierschutzes aus Grotelüschens Ressort, lässt sich die ganze Verlogenheit der Politik festmachen.
  • Vorbilder Willi – 13.08.10
    Die Dame hat von ihren Kolleginnen und Kollegen doch schnell gelernt: Poliziker zeichnet eine Teflon-Mentalität aus -es bleibt nichts kleben!!
    Nur so kann man politisch Karriere machen.
  • @ Oke Bandixen Der grosse boese Wolf – 13.08.10
    So sehr ich die Musik von Patti Smith schätze, aber hier irrt sie. Wenn die Menschen die Macht hätten, solches Narrenwerk zu beenden, dann sähe es besser aus auf dieser Erde.
  • Ministerin Grotelüschen ist untragbare Lobbyistin! Eckard Wendt, AGfaN e.V. – 13.08.10
    Die AGfaN hatte Ministerpräsident Wulff dringend davon abgeraten, Frau Grotelüschen zu nominieren, weil sie den Spagat zwischen Tiernutzung und Tierschutz nicht leisten könne. Mit ihrer Wahl zur Ministerin hielt die Lobby der Geflügelindustrie direkten Zugang zu den Schalthebeln der Macht in Hannover.
    Als Mitinhaberin des Familienunternehmens Mastputenbrüterei Ahlhorn und Geschäftsführerin der Puten EZG Mecklenburg will sie nichts von Missständen gewusst haben? Dies beweist nur die perfide Konstruktion der vertikalen Integration der "Fleischproduktion". Die Drahtzieher oben haben alle Fäden in der Hand, die Mäster unten tragen das Risiko. Die oben bestimmen die Preise für die Küken und die aufgekauften Masttiere. Die Daumenschrauben sind also angelegt, der Mäster ist am kurzen Hebel. Gelingt es ihm nicht, Gewinne einzufahren, springt er finanziell über die Klinge. Sobald sein Versagen in Sachen Tierschutz bekannt wird, wird er fallengelassen wie eine heiße Kartoffel. Nein, Frau Grotelüschen, die Pontius Pilatus-Rolle steht Ihnen schlecht zu Gesicht!
  • Was der Herr getrennt hat ... Oke Bandixen – 12.08.10
    ... das soll der Mensch nicht zusammenfügen, z.B. Parteipolitik und Qualifikation! Bei der Besetzung politischer Ämter geht es selten bis niemals um die persönliche Befähigung der erkorenen Amtsträger(innen), sondern zumeist bis ausschließlich um den innerparteilichen Proporz. Man kann von einem Schweizer Käse (mit sehr vielen und großen Löchern) intellektuell um Längen geschlagen werden, das ist beinahe gleichgültig! Wichtig, ja entscheidend für die Auswahl von politischem Personal sind allein die folgenden Überlegungen: Welche Landsmanschaft fehlt uns denn noch? Oldenburg? Oh Gott, aber sei's drum! Welche Konfession? Evangelisch? Na,gut! Welches Geschlecht? Am besten eine Frau! Denn Mr. Mac hat ein Herz für sie - sie stellen die Mehrheit der Stimmberechtigten! Und Frau Grotelüschen hat bestimmt sehr viele Kuchen für die Veranstaltungen der Frauen-Union gebacken (mit Billig-Eiern aus heimischer Produktion!) - das muss dringend belohnt werden! So, das sind die Kriterien, nach denen sich unsere Profi-Regierung in Hannover zusammensetzt. Und Frau G. stellt für mich eine Idealverkörperung dieses Auswahlsystems dar. Gottlob haben Landesregierungen ja fast nichts zu entscheiden, außer dem eigenen Haushalt - schlimm genug!
    Auf diese Art von politischer Vertretung, die wirklich alles andere als repräsentativ für unsere Gesellschaft und zweckdienlich für die Bewältigung ihrer Probleme ist, sollten wir souverän verzichten! Wer braucht das? "People have the power to redeem the work of fools!" (Patti Smith)
  • Grotelüschen mit sich im Reinen Der grosse boese Wolf – 12.08.10
    Schön für Frau Grotelüschen das sie, trotz aller berechtigter Kritik, mit sich im Reinen ist. Selbstzweifel oder gar ein Gewissen sind für politische Karrieren ja auch eher hinderlich.
  • Klar whoknows – 12.08.10
    Die passt halt gut ins Kabinett, da haben wir einen Umweltminister der sich dafür zuständig fühlt die Umwelt zu zerstören, da passt doch eine Ministerin mit Zuständigkeit für Tierschutz gut rein, wenn ihr Ziel ist die Tiere zu vermarkten egal wie übel sie gequält werden.

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