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Grüne fordern Pflegekammer für Niedersachsen

Mit einer Kammer für die Mitarbeiter in Pflegeberufen wollen die niedersächsischen Grünen die Versorgung in Heimen und Kliniken verbessern. Dazu will die Fraktion in der nächsten Woche im Landtag einen Entwurf zur Änderung des Heilkammergesetzes einreichen.

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Die niedersächsischen Grünen setzen sich für eine Kammer für die Mitarbeiter in Pflegeberufen ein.

Die niedersächsischen Grünen setzen sich für eine Kammer für die Mitarbeiter in Pflegeberufen ein.

© Franz Bender

Die pflegerische Versorgung stehe „vor dem Kollaps“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ursula Helmhold am Mittwoch in Hannover. Angesichts der demografischen Entwicklung, fehlender Anerkennung der Pflegeberufe, schwieriger Arbeitsbedingungen, Nachwuchsproblemen und rasanter Strukturveränderungen verschärfe sich der Notstand zusehends.

Für das Gesundheitsministerium ist eine Pflegekammer dagegen nicht zwingend mit einer Qualitätssteigerung verknüpft. „Die Forderung ist ja nicht neu - außerdem ist es fraglich, ob eine Zwangsmitgliedschaft akzeptiert würde“, sagte ein Sprecher. Es solle daher nicht an einem runden Tisch über die Köpfe der Pflegekräfte hinweg entschieden werden.

Der Vorsitzende des niedersächsischen Ersatzkassenverbands vdek, Jörg Niemann, sieht “überhaupt keinen Bedarf für die Einführung einer extra Pflegekammer für diese Berufsgruppe“. „Das wäre einzig eine große bürokratische Veranstaltung“, sagte Niemann.

Helmhold: Landesregierung spricht nur „warme Worte“

„Es ist an der Zeit, dass die rund 130.000 Pflegekräfte in Niedersachsen als Akteure im Gesundheitswesen die Interessen der Bevölkerung an einer qualitativ hochwertigen Pflege angemessen vertreten können“, sagte Helmhold. Die Grünen-Politikerin warf der Landesregierung vor, sich auf „warme Worte der Werbung für Pflegeberufe“ zu beschränken. Die Einrichtung einer Pflegekammer hingegen würde dazu führen, dass Qualitätsstandards gesichert würden. Patienten und Angehörige könnten sicher sein, dass sie von Menschen betreut werden, die sich einer individuellen kontinuierlichen Weiterbildung und einer Berufsethik verpflichtet haben.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe Nordwest (DBfK) befürwortet die Einrichtung einer Pflegekammer dagegen „ganz ausdrücklich“. „Es ist höchste Zeit, dass die Regierung den beruflich Pflegenden die Wertschätzung entgegen bringt und ihnen die Möglichkeit endlich einräumt in den beruflichen Angelegenheiten mitzugestalten und mitzustimmen“, teilte die Vorsitzende des DBfK-Nordwest Marita Mauritz mit. Obwohl die Pflegeberufe die zahlenmäßig größte Berufsgruppe im Gesundheits- und Sozialwesen darstellen, würden sie nur selten in die Entscheidungen eingebunden.

lni


  • Pflegekammer Monika Skibicki – 20.02.10
    Wer das eine will , muss dann andere mögen.
    Wenn wir endlich als Pflegende unsere eigene Berufsaufsicht führen wollen und Pflege zum Wohle der betroffenen Menschen definieren wollen, geht es nur über eine Kammer.
    Die Pflichtbeiträge, gestaffelt nach dem Gehalt ,werden sich in Grenzen halten, da wir bei unseren Kammerbeiträgen nicht zusätzlich etwas für eine eigene Altersicherung bezahlen müssen.
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Pflegekammer Falko Peters – 11.02.10
    Prima Idee! Und wer zahlt sie? Eure Partei? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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