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Hannover sucht Platz für weitere 2300 Flüchtlinge

Attacken auf Heime häufen sich Hannover sucht Platz für weitere 2300 Flüchtlinge

Die steigenden Flüchtlingszahlen stellen Bund, Länder und Gemeinden vor ständig neue Herausforderungen. Allein die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover rechnet damit, noch bis Ende des Jahres 2373 weitere Flüchtlinge vom Land Niedersachsen zugewiesen zu bekommen.

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Eine syrische Flüchtlingsfamilie verlässt  auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen ein Flugzeug.

Quelle: Körner

Hannover . Das geht aus einem Papier hervor, das dem vertraulich tagenden Verwaltungsausschuss des Rates am Donnerstag vorgelegt wird. Bisher wurden in diesem Jahr 2827 Asylsuchende in städtischen Einrichtungen untergebracht. Für das Jahr 2015 rechnet die Hannover mit ähnlich hohen Flüchtlingszahlen wie in diesem Jahr.

In vielen Städten Deutschlands sieht es ähnlich aus. Zudem häufen sich Attacken auf Flüchtlingsheime. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann berief am Montag in Stuttgart einen Flüchtlingsgipfel mit rund 70 Teilnehmern ein, um über die angespannte Lage zu beraten. Wie Niedersachsen will auch Baden-Württemberg die Zahl der Erstaufnahmeplätze für Flüchtlinge deutlich erhöhen. Alle Länder dringen auf schnelle Abwicklung von Asylverfahren, damit Flüchtlinge ohne Asylanspruch schneller in ihre Heimat zurückgeschickt werden können.

In Hannover sind die Kapazitäten zur Unterbringung von Flüchtlingen nahezu erschöpft. An 30 Standorten sollen nun Wohncontainer aufgestellt sowie Wohnungen und Gemeinschaftsheime gebaut werden. Neueste Berechnungen der Stadtverwaltung gehen davon aus, dass dafür im kommenden Jahr 81 Millionen Euro aufgebracht werden müssen. Darin sind die Ausgaben für den Betrieb der Wohnheime und Containerdörfer noch nicht eingerechnet. In diesem Jahr hat die Stadt 50 Millionen Euro ausgegeben, um Wohncontainer anzuschaffen, weitere 15 Millionen Euro waren nötig, um den Betrieb der Einrichtungen zu finanzieren. Nur einen Teil der Kosten bekommt die Stadt vom Land Niedersachsen erstattet.

Stimmen gegen weitere Aufnahmen werden lauter

Einstimmig fordern die Länder mehr Geld vom Bund. Die Bundesregierung reagierte am Montag allerdings  zurückhaltend darauf. Der Bund habe bereits eine Milliarde Euro Unterstützung zugesagt, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Berlin. Im sächsischen Freital wurde offenbar ein Sprengstoffanschlag auf das Auto eines Kommunalpolitikers verübt, der sich in der Flüchtlingsarbeit engagiert.

Es handelt sich um den Fraktionsvorsitzenden der Linken, Michael Richter, der auch Morddrohungen erhalten haben soll. Rechtsextreme und Sympathisanten hatten in Freital bei Dresden tagelang Stimmung gegen die Nutzung eines ehemaligen Hotels als Flüchtlingsunterkunft gemacht. In Brandenburg/Havel wurde versucht, die Wohnung einer Flüchtlingsfamilie in Brand zu setzen. Der Staatsschutz ermittelt.

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