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Spekulation

Heißt der künftige CDU-Chef Christian Wulff?


Schon bei den ersten Prognosen bricht Jubel aus bei der CDU-Party in Hannover. Vor allem in den Momenten, in denen die SPD-Resultate erwähnt werden. Dass die Union selbst noch Stimmen verloren hat, soll die Laune nicht trüben.
Ministerpräsident Christian Wulff

Ministerpräsident Christian Wulff

© ddp

Der CDU-Landesvorsitzende David McAllister drückt es vor Anhängern positiv aus: „Die Union ist die stärkste und bestimmende politische Kraft“, sagt er, und fügt hinzu: „Merkel hat den Auftrag der Wähler erhalten, die nächste Regierung anzuführen.“

Zum Ergebnis der Union schweigt der Landeschef zunächst. Dabei kursieren in der niedersächsischen CDU schon seit Tagen Planspiele, was wohl kommen könnte, wenn das Resultat der Union noch unter 35 Prozent rutscht. „Eine Debatte um das schärfere Profil der CDU könnte losbrechen“, meint ein Abgeordneter. „Dann wird es unruhig“, vermutet ein anderer. Die CDU sei dann gezwungen, mit einem neuen Generalsekretär oder gar mit einem neuen Parteichef das eigene Profil zu schärfen.

Ministerpräsident Christian Wulff etwa, der sich morgen früh zu einer einwöchigen Dienstreise in die USA verabschiedet, wird als nächster CDU-Vorsitzender gehandelt, falls Merkel sich irgendwann ganz auf die Kanzler-Rolle konzentrieren würde. Auch ein Amt für Wulff im Bundeskabinett ist nicht ausgeschlossen, aber in seinem Umfeld heißt es, dies sei „sehr unwahrscheinlich“.

Auch über McAllister wird geredet. Dabei hat er wiederholt erklärt, einem möglichen Ruf nach Berlin als neuer CDU-Generalsekretär widerstehen zu wollen. Für diesen Posten käme auch der Cuxhavener Bundestagsabgeordnete Enak Ferlemann in Betracht – ein Mann, den sich viele in der Union auch als nächsten Bundesverkehrsminister wünschen. Als sicher gilt, dass Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen im Kabinett bleibt, vielleicht sogar ins wichtigere Gesundheitsressort wechselt.

Für Schwarz-Gelb machen sich auch Liberale aus Niedersachsen Hoffnungen. Der Hannoveraner Patrick Döring hat sich – wie Ferlemann – in der Verkehrspolitik engagiert, Carl-Ludwig Thiele aus Osnabrück in der Finanzpolitik. Spekuliert wird, ob Niedersachsens Agrar-Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke ins Bundeslandwirtschaftsministerium wechselt, als beamteter Staatssekretär. Dort geht ein anderer Niedersachse, Gert Lindemann, in Pension.

von Klaus Wallbaum

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