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Hundebesitzverbot für Gewalttäter geplant

Gesetzesverschärfung Hundebesitzverbot für Gewalttäter geplant

Die niedersächsische Landesregierung plant nach zahlreichen Bissattacken von Hunden nun eine Gesetzesverschärfung. Demnach dürften verurteilte Gewalttäter und Drogenabhängige keine großen oder gefährlichen Hunde mehr besitzen.

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Nach zahlreichen Bissattacken von Hunden ist eine Gesetzesverschärfung geplant.

Quelle: Oliver Stratmann/ddp

Das sagte der Sprecher des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, Gert Hahne, am Freitag in Hannover. Er bestätigte einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Zudem sei eine Maulkorb- oder Leinenpflicht für Hunde vorgesehen, die schwerer als 20 Kilo sind. „Davon befreit wird nun, wer sich gemeinsam mit dem Hund einem Eignungstest beim Tierarzt unterzieht“, betonte Hahne. Bis August soll die Neuregelung verabschiedet werden.

r.

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Hundeverordnungen sind Ländersache. Hier ist eine Auflistung der Hundeverordnungen und Hundegesetze in allen Bundesländern:

  • 1 Kommentar
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  • Endlich ein Einstieg Hermann Gelbig – 16.05.09 Die anderen Kommentatoren haben sich mit dem Problem nicht auseinandergesetzt. Sie sehen nur sich und ihren Hund. Aber es entsteht nun mal eine reale Gefahr durch große Hunde, auch wenn das natürlich hauptsächlich an unverantwortlichen Halterl liegt. Vor dieser Gefahr müssen wir alle geschützt werden. Hat hier jemand etwa bessere Vorschläge? Wir können ja schlecht die Halter verbieten, oder??
  • am Wesentlichen vorbei Maren Bürgel – 16.05.09 Es war zu erwarten, daß es jetzt wieder medienwirksame Schnellschußverordnungen geben wird - wie ebenso zu erwarten war, daß letztere erneut am Wesentlichen vorbeigehen.
    Offenbar muß man gebetsmühlenartig wiederholen: der Knackpunkt liegt beim Halter und nicht beim Hund. Und diesbezüglich gäbe es eine einfache Maßnahme: vor der Anschaffung des ersten Hundes sollte die erforderliche Sachkunde erworben und nachgewiesen werden (die Tiho Hannover bietet einen sinnvollen Sachkundenachweis an, der nicht aus den üblichen konservenartigen multiple-choice-Tests besteht).

    Eignungsbewertungen durch Tierärzte sind schon deshalb wenig erfolgversprechend, weil die Situation beim Tierarzt eine Ausnahmesituation ist. Viele Hunde verhalten sich dort anders als im normalen Alltagsleben. Bei manchen schlägt sich die Angst derart nieder, daß sie nur mit Maulkorb behandelt werden können, bei anderen - wie bei meinem - in Ganzkörperzittern und dem einzigen Ziel, sich möglichst unsichtbar zu machen und das Ganze nur schnell hinter sich zu bringen.
    Irgendwelche Gehorsamstests sind in solchen Situationen nicht durchführbar. Und woher soll der TA Kenntnisse gewinnen, wie sich der Hund "draußen" üblicherweise verhält?
    Es läßt sich nämlich nur anhand realer gewohnter Situationen das Verhalten eines Hundes eingehend beurteilen.

    Und schließlich ist die Gewichtsgrenze völlig willkürlich gesetzt - sollen wir tatsächlich glauben, daß ein Hund von 19kg weniger Schaden anrichten kann als einer von 20kg? (Wenn überhaupt müßte die Grenze wesentlich niedriger liegen).
    Ein verantwortungsvoller Halter wird auch einen Hund, der nicht auf alle Umweltreize mit völliger Ignoranz reagiert, sicher führen, denn er weiß, was er dem Hund zumuten kann und wie er selbst in möglicherweise kritischen Situationen handeln muß.
    Dafür brauchen wir keine Wesenstests für Hunde, sondern Halter, die ein ausreichendes Wissen über Hundeverhalten und fortschrittliche Hundeerziehung haben!
  • Hundeverordnungen und fehlerhafte links Matthias Haas – 16.05.09 @Michaela: volle Zustimmung, aber Anfang Juli 2000 waren Maulkoerbe in Niedersachsen schlagartig ausverkauft.
    Was uns (den damals als "unverantwortlich, Zuhaelter, feige Verbrecher" und anderes titulierten Haltern der ueber Nacht zu Gefahrtieren verordneten Hunde der 14! gelisteten Rassen) natuerlich niemand der verordnungsbegeisterten Mehrheit und der Ordnungskraefte geglaubt hat.
    Damals drohten einem bei Verstoessen allerdings bis zu 10.000 DM.

    Ich habe mit meinen beiden Dobermaennern damals alle Auflagen erfuellt und dafuer 1500 DM und jede Menge Nerven verloren.
    Ich bin trotz staendigen Mitfuehrens von 4(!) DIN-A-4-Seiten Ausnahmegenehmigungen und 5-DM-Stueck grosser roter vorgeschriebener Sonder-Hundemarken (erteilt von den damals zustaendigen Kreis-Veterinaeren im Landkreis-Ordnungsamt, Abteilung Schusswaffen und Sprengstoffe! Kein Witz!) weiterhin kontrolliert, schikaniert und mit Hundebeschlagnahme bedroht worden.
    Nach fast genau 2 Jahren und 3 Instanzen war der Spuk offiziell vorbei; die 1500 DM immer noch weg und die Vorurteile geblieben, bis heute.
    Mein schon lange begrabener, zeitlebens unbissig gebliebener Johan und meine damals gerade einjaehrige Lea bestanden im Oktober 2000 in Kiel bei Frau Dr. Feddersen-Petersen den damals einzigen in allen Bundeslaendern anerkannten Wesenstest.
    Ende 2007 bestand ich mit meiner damals immerhin schon ueber 8 Jahre alten Lea und meinem jungen Rueden Ferro die Begleithundepruefung mit Verhaltenstest (BH/VT) und den Haltersachkundetest, da ich Politikern nicht erst seit damals misstraue und seitdem mit populistischen Antihundeamoklaeufen rechne. Dafuer bin ich oft genug von (noch) nicht betroffenen Hundehaltern verspottet worden.

    Diesmal sind also moeglicherweise geschaetzte 1/3 aller Hunde und deren Halter betroffen.

    Die Ordnungskraefte werden zukuenftig wohl ausser Funkgeraet, Taschenlampe, Schlagstock und Schusswaffe auch noch ein Chiplesegeraet und eine Personenwaage am Guertel tragen muessen...

    Und meine diesmal wegen ihrer 31 Kg Gewicht wesenszutestende demnaechst 10jaehrige Lea hat dann wohl bald beste Aussichten auf einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde als "haeufigst wesensgetesteter Hund aller hundefeindlichen Zeiten".
    Und das, obwohl sie bis heute noch keinen Menschen auch nur angeknurrt hat, geschweige denn eine Beisserei mit Artgenossen hatte.

    Na ja, dann auf ein Neues.

    Wie kommt es bloss zu dieser verbreiteten Verwunderung ueber die Politikverdrossenheit vieler Buerger?

    Oh Herr, schmeiss Hirn vom Himmel auf das Leineschloss!

    Uebrigens:
    Der hier weiter fuehrende link zu den "Hundeverordnungen und Hundegesetzen der Bundeslaender" muesste korrigiert werden.
    Wenn aus den dortigen link-Adressen das doppelte "http//" entfernt wird, wie z.B statt "http://http//www.thueringen.de/imperia/md/content/tim/gesetze_vo/gevo/gefhuvo.pdf"
    korrekt "http://www.thueringen.de/imperia/md/content/tim/gesetze_vo/gevo/gefhuvo.pdf",
    waeren die verlinkten Informationen auch fuer nur-googler und Adressleistenverweigerer zugaenglich.

    Trotzdem Dank dafuer.
    Vor 9 Jahren stand zu dem Thema die Information im Stellenwert ziemlich weit hinter den "Kampf-", "-Bestie" oder "Killer-"Wortschoepfungen.

    ein Hundeverordnungsveteran
  • neue Hundeverordnung Michaela – 15.05.09 ... und wie sagten sie eben auf N3? Der Test für Halter und Hund soll ca. 700 Euro kosten!!! Haben Sie einen bisher völlig unauffälligen 21 kg-Hund und gerade den Job verloren? Pech gehabt! Maulkorbzwang! Wer soll das bezahlen können? Und wer soll die Regelung überprüfen? Der Nachbar? Diejenigen, die die Regelung treffen soll, werden sich darüber hinwegsetzen und der Rest des hundelieben Deutschland wird abgezockt! Die wirtschaftlich positive Seite: der Maulkorbabsatz wird überproportional angekurbelt! Niedersachsens Konjunkturpaket III!
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