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Niedersachsen Immer weniger Sozialwohnungen in Niedersachsen
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12:11 22.02.2017
Sozialwohnungen dürfen nur an einen bestimmten Personenkreis vermietet werden. Quelle: dpa
Hannover

Die Zahl der mietgebundenen Wohnungen sei in fast allen Bundesländern rückläufig, heißt es in der Antwort auf eine Anfrage der Linken zum sozialen Wohnungsbau. 2007 sei die Verantwortung für den sozialen Wohnungsbau an die Länder übergegangen, seitdem sei der Anteil des geförderten Neubaus von Wohnungen stark gesunken: 2009 lag er demnach bei 15 Prozent, 2013 und 2014 nur noch bei rund sechs Prozent.

Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte bereits im vergangenen Jahr dafür geworben, dem Bund über eine Grundgesetzänderung wieder Verantwortung für den sozialen Wohnungsbau zu geben. Andernfalls könnte das Ende der Bundeszuschüsse nach 2019 in vielen Ländern dessen Ende bedeuten. Sozialwohnungen dürfen nur an einen bestimmten Personenkreis vermietet werden, etwa an Mieter mit einem Wohnberechtigungsschein.

Bundesweit 150.000 Sozialwohnungen weniger seit 2013

Anfang der 1990er Jahre gab es nach damaliger Schätzung der Regierung in Deutschland rund drei Millionen Sozialwohnungen, 2013 waren es bundesweit nur noch halb so viele, nämlich 1,48 Millionen. Aus der neuen Übersicht des Bundesbauministeriums über die Länderzahlen geht allerdings keine aktuelle Gesamtsumme hervor, da aus manchen Ländern Angaben fehlen. Seit 2013 ging die Zahl der Sozialwohnungen demnach aber insgesamt um mehr als 150.000 zurück.

Sozialwohnungen werden in Deutschland in der Regel von kommunalen Wohnungsunternehmen, Genossenschaften oder privaten Investoren gebaut. Diese bekommen gute Darlehensbedingungen oder einen Zuschuss. Dafür sind die Wohnungen dann mietpreisgebunden, also relativ günstig. Einige Länder haben in den vergangenen Jahren für viele neue Sozialwohnungen Geld ausgegeben. Allerdings fielen fast überall noch mehr Wohnungen aus der Mietpreisbindung heraus, weil zum Beispiel der Bauherr seinen geförderten Kredit abgezahlt hat.

dpa/frs

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