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Niedersachsen Ditib stellt Forderungen für Imam-Ausbildung in Deutschland
Nachrichten Politik Niedersachsen Ditib stellt Forderungen für Imam-Ausbildung in Deutschland
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11:30 16.07.2018
Symbolbild. Quelle: dpa
Osnabrück

Die Weiterbildung von Imamen an der Universität Osnabrück wird nach einem Zeitungsbericht womöglich beendet. Der zuständige Projektkoordinator Roman Singendonk sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Wir schlagen jetzt Alarm. Alleine schaffen wir es nicht.“ Die Weiterbildung von Imamen läuft nach acht Jahren zum Oktober dieses Jahres aus. Es habe sich immer nur um eine Behelfskonstruktion gehandelt, gab Singendonk zu bedenken. Am Ende müssten Imame in Deutschland ausgebildet werden.

Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur teilte dem Blatt mit, es sei für Gespräche jederzeit offen. Ausgangspunkt und Grundlage für Gespräche müssten aber Überlegungen und Vorstellungen der Islamischen Verbände sein. Die Weiterbildung wird am Institut für Islamische Theologie der Universität angeboten.

Wünsche von Ditib sollen berücksichtigt werden

Die Islamverbände Ditib und Schura erklärten: „Wir stehen einer Imamausbildung in Deutschland nicht skeptisch gegenüber, nur müssen hier richtige Schritte eingeleitet werden“, sagte die Ditib-Landesgeschäftsführerin Emine Oguz der Zeitung. „Die islamischen Religionsgemeinschaften müssen als Träger dieses Vorhabens federführend mitwirken, weil sonst das Vertrauen der Community nicht gewährleistet ist.“

Von RND/dpa

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