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Jeder 14. Schüler in Niedersachsen ohne Hauptschulabschluss

Studie Jeder 14. Schüler in Niedersachsen ohne Hauptschulabschluss

In Niedersachsen ist jeder 14. Schüler ohne Hauptschulabschluss - in Bremen sogar jeder 12. Nach den Ergebnissen einer Studie der Bertelsmann Stiftung verlassen ostdeutsche Jugendliche die Schule im Schnitt noch häufiger als ihre Altersgenossen im Westen.

Jeder 14. Jugendliche in Niedersachsen verlässt die Schule im Schnitt ohne Hauptschulabschluss - in Bremen steht sogar jeder 12. Schüler mit leeren Händen da. Das geht aus einer am Freitag in Gütersloh veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung hervor. Demzufolge belegen Niedersachsen (7,4 Prozent), Bremen und Bremerhaven (8,2 Prozent) einen Mittelfeldplatz.

Im Kultusministerium in Hannover werden die „veralteten Zahlen“ von 2008 als Erfolg für die bisherige Schulpolitik gewertet. „Die Quote ist in Niedersachsen von 10,3 Prozent im Jahr 2003 auf 6,3 Prozent im Jahr 2009 gesunken“, sagte eine Sprecherin. Ziel müsse es aber sein, auf unter 5 Prozent zu kommen.

Bundesweites Schlusslicht im Ländervergleich ist Mecklenburg-Vorpommern, wo die Quote der Schüler ohne einen Abschluss bei rund 18 Prozent liegt. Spitzenreiter ist Baden-Württemberg mit 5,6 Prozent. Deutschlandweit zeigt die Statistik, dass ostdeutsche Jugendliche die Schule im Schnitt häufiger ohne Hauptschulabschluss verlassen als ihre Altersgenossen im Westen. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2008.

Der Untersuchung zufolge ist die Situation von Förderschülern besonders alarmierend. Je nach Bundesland erreichen zwischen 57 und 97 Prozent von ihnen keinen Hauptschulabschluss - in Niedersachsen sind es 75,6 Prozent, in Bremen sogar 81,4 Prozent. Die Folge: Mehr als die Hälfte der Jugendlichen, die 2008 die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen haben, stammt nach der Studie aus Förderschulen. Knapp 27 Prozent besuchten die Hauptschule, die übrigen 20 Prozent verteilten sich auf andere Schulformen.

Schüler in Ostdeutschland häufiger ohne Abschluss

Ostdeutsche Jugendliche verlassen die Schule im Schnitt häufiger ohne Hauptschulabschluss als ihre Altersgenossen im Westen. Das geht aus einer Studie der Bertelsmann Stiftung hervor. In den neuen Ländern liegt die Quote der Schüler ohne einen solchen Abschluss zwischen rund 18 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und 9,4 Prozent in Thüringen. Im Westen liegen die Werte deutlich niedriger: Sie verteilen sich zwischen knapp 9 Prozent in Hamburg und 5,6 Prozent in Baden-Württemberg. Die am Freitag in Gütersloh veröffentlichte Untersuchung erfasst die Zahlen aus dem Jahr 2008.

Den traurigen Rekord hält das mecklenburgische Wismar. Hier ging fast ein Viertel der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss ab. Am besten stehen die bayerischen Landkreise Würzburg und Eichstätt da. Hier waren es lediglich rund zweieinhalb Prozent. Bundesweit hatten 65.000 Schulabgänger (7,5 Prozent) im Jahr 2008 keinen Abschluss.

Der Untersuchung zufolge ist die Situation von Förderschülern besonders alarmierend. Je nach Bundesland erreichen demnach zwischen 57 und 97 Prozent von ihnen keinen Hauptschulabschluss. Die Folge: Mehr als die Hälfte der Jugendlichen, die 2008 die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen haben, stammt nach der Studie aus Förderschulen. Knapp 27 Prozent besuchten die Hauptschule, die übrigen 20 Prozent verteilten sich auf andere Schulformen.

dpa

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