Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Jeder 14. Schüler in Niedersachsen ohne Hauptschulabschluss
Nachrichten Politik Niedersachsen Jeder 14. Schüler in Niedersachsen ohne Hauptschulabschluss
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:11 08.10.2010
Anzeige

Jeder 14. Jugendliche in Niedersachsen verlässt die Schule im Schnitt ohne Hauptschulabschluss - in Bremen steht sogar jeder 12. Schüler mit leeren Händen da. Das geht aus einer am Freitag in Gütersloh veröffentlichten Studie der Bertelsmann Stiftung hervor. Demzufolge belegen Niedersachsen (7,4 Prozent), Bremen und Bremerhaven (8,2 Prozent) einen Mittelfeldplatz.

Im Kultusministerium in Hannover werden die „veralteten Zahlen“ von 2008 als Erfolg für die bisherige Schulpolitik gewertet. „Die Quote ist in Niedersachsen von 10,3 Prozent im Jahr 2003 auf 6,3 Prozent im Jahr 2009 gesunken“, sagte eine Sprecherin. Ziel müsse es aber sein, auf unter 5 Prozent zu kommen.

Bundesweites Schlusslicht im Ländervergleich ist Mecklenburg-Vorpommern, wo die Quote der Schüler ohne einen Abschluss bei rund 18 Prozent liegt. Spitzenreiter ist Baden-Württemberg mit 5,6 Prozent. Deutschlandweit zeigt die Statistik, dass ostdeutsche Jugendliche die Schule im Schnitt häufiger ohne Hauptschulabschluss verlassen als ihre Altersgenossen im Westen. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2008.

Der Untersuchung zufolge ist die Situation von Förderschülern besonders alarmierend. Je nach Bundesland erreichen zwischen 57 und 97 Prozent von ihnen keinen Hauptschulabschluss - in Niedersachsen sind es 75,6 Prozent, in Bremen sogar 81,4 Prozent. Die Folge: Mehr als die Hälfte der Jugendlichen, die 2008 die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen haben, stammt nach der Studie aus Förderschulen. Knapp 27 Prozent besuchten die Hauptschule, die übrigen 20 Prozent verteilten sich auf andere Schulformen.

Schüler in Ostdeutschland häufiger ohne Abschluss

Ostdeutsche Jugendliche verlassen die Schule im Schnitt häufiger ohne Hauptschulabschluss als ihre Altersgenossen im Westen. Das geht aus einer Studie der Bertelsmann Stiftung hervor. In den neuen Ländern liegt die Quote der Schüler ohne einen solchen Abschluss zwischen rund 18 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und 9,4 Prozent in Thüringen. Im Westen liegen die Werte deutlich niedriger: Sie verteilen sich zwischen knapp 9 Prozent in Hamburg und 5,6 Prozent in Baden-Württemberg. Die am Freitag in Gütersloh veröffentlichte Untersuchung erfasst die Zahlen aus dem Jahr 2008.

Den traurigen Rekord hält das mecklenburgische Wismar. Hier ging fast ein Viertel der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss ab. Am besten stehen die bayerischen Landkreise Würzburg und Eichstätt da. Hier waren es lediglich rund zweieinhalb Prozent. Bundesweit hatten 65.000 Schulabgänger (7,5 Prozent) im Jahr 2008 keinen Abschluss.

Der Untersuchung zufolge ist die Situation von Förderschülern besonders alarmierend. Je nach Bundesland erreichen demnach zwischen 57 und 97 Prozent von ihnen keinen Hauptschulabschluss. Die Folge: Mehr als die Hälfte der Jugendlichen, die 2008 die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen haben, stammt nach der Studie aus Förderschulen. Knapp 27 Prozent besuchten die Hauptschule, die übrigen 20 Prozent verteilten sich auf andere Schulformen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Anfang November wird der Castortransport das idyllische Wendland in einen Ausnahmezustand versetzen. Bereits Wochen, bevor der Zug mit den elf Atommüll-Behältern Niedersachsen erreicht, bringen sich die Kontrahenten in Schlagdistanz - zumindest verbal.

Karl Doeleke 08.10.2010

Im niedersächsischen Seedorf im Kreis Rotenburg/Wümme ist die Trauer groß nach der Nachricht vom Tod des in Afghanistan getöteten Soldaten.

08.10.2010

Zum gefährlichen Einsatz nach Afghanistan hat Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister am Freitag in Nienburg Soldaten verabschiedet.

Klaus von der Brelie 08.10.2010
Anzeige