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Kernkraftgegner starten Protestaktion in Gorleben

Atomendlager Kernkraftgegner starten Protestaktion in Gorleben

Atomkraftgegner im Wendland haben am Sonntag in Gorleben mit Protestaktionen ihre geplante ein Jahr dauernde Blockade des Erkundungsbergwerks für ein mögliches Endlager für hochradioaktiven Atommüll begonnen.

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Atomkraftgegner haben in Gorleben mit Protestaktionen begonnen.

Quelle: dpa (Archivbild)

Gorleben. „Wir wollen andere Menschen mit unserem Handeln dazu motivieren, Verantwortung nicht zu delegieren, sondern sich eigenverantwortlich für den vollständigen Ausstieg aus der Atomenergie einzusetzen, sagte die Sprecherin der Kampagne, Steffi Barisch, laut einer Mitteilung. Nach Angaben der Polizei gab es keine Zwischenfälle.

Mit der Aktion startete die auf ein Jahr angelegte Kampagne „Gorleben365“. Die Veranstalter hatten im Vorfeld „ein Jahr voller bunter und entschlossener Aktionen an den Gorlebener Atomanlagen“ angekündigt. Nach Angaben der Kampagne beteiligten sich am Sonntag trotz strömenden Regens rund 300 Menschen an den Protesten.

„Gorleben365“ ist eine gemeinsame Kampagne der „Kurve Wustrow - Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion e.V.“ und der Anti-Atom-Initiative „X-tausendmal quer“. Die Organisatoren rufen bundesweit Gruppen und Einzelpersonen auf, einen der 365 Tage des Jahres zu übernehmen. Jeder Teilnehmer solle seine Blockade nach individuellen Vorstellungen planen. „Wir stellen uns die Aktionen bunt und vielfältig vor“, hatte Barisch im Vorfeld der Aktionen erklärt.

„Auch in den USA dauerte der Busboykott der schwarzen Bürgerrechtsbewegung zur Überwindung der Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln 381 Tage. Geduld, Beharrlichkeit und langer Atem sind im Kampf um die Nutzung der Atomenergie auch in Gorleben unsere Begleiter“, sagte Katja Tempel von der Kampagne.

dpa

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