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Beim Duell in Celle rückt sogar Merkel an

Kommunalwahlkampf Beim Duell in Celle rückt sogar Merkel an

Es kommt nicht alle Tage vor, dass sich die Bundeskanzlerin und der Bundesaußenminister in den niedersächsischen Kommunalwahlkampf einmischen. Aber in der Stadt Celle wird dies kommende Woche der Fall sein.

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In Celle findet am 11. September neben der Kommunalwahl die einzige Direktwahl eines Oberbürgermeisters statt.

Quelle: Celle Tourismus

Celle. Am Mittwoch macht Angela Merkel (CDU) auf dem Großen Plan den Auftakt, am Tag darauf spricht Frank-Walter Steinmeier (SPD) vor dem Celler Schloss. Beide unterstützen die Oberbürgermeisterkandidaten, die um ihre Wahl beziehungsweise Wiederwahl kämpfen. Schließlich ist der Ausgang in Celle nicht ohne Symbolkraft.

Die parallel zur Kommunalwahl stattfindende Oberbürgermeisterwahl in Celle dürfte die interessanteste Direktwahl am 11. September werden. Seit knapp acht Jahren regiert hier der Sozialdemokrat Dirk-Ulrich Mende in einer Stadt, die früher einmal als CDU-Hochburg galt. Gegen den 58-jährigen Juristen und Verwaltungsexperten Mende haben die Christdemokraten mit dem früheren Bundeswehroffizier und promovierten Wirtschaftswissenschaftler Jörg Nigge einen dynamischen Seiteneinsteiger aufs Podest gehoben. Eher eine Außenseiterrolle dürfte in Celle die 47-jährige Fachanwältin Alexandra Martin spielen, die für eine unabhängige Wählerinitiative antritt.

Mende setzt darauf, wiedergewählt zu werden, obwohl seine SPD nicht stärkste Kraft im Celler Rat ist. Spannend dürfte es allemal werden, wie diese Woche eine Podiumsdiskussion der „Celleschen Zeitung“ mit mehr als 600 Zuhörern zeigte. Hier lag bei einer im Publikum vorgenommenen Probeabstimmung Nigge vorn – ein Hinweis auf den Wahlausgang am 11. September?

Die größte überregionale Aufmerksamkeit fand indes die Tatsache, dass Mendes Konkurrent Nigge einige Teile seines Umweltwahlprogramms von der parteilosen Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker übernommen hatte. Es handelte sich allerdings um eher belanglose Sätze.

Neben der Oberbürgermeisterwahl in Celle werden noch sechs Landräte gewählt, wobei man aus dem Ergebnis dieser Direktwahlen keinerlei Rückschlüsse auf die Landespolitik ziehen könnte. Im Landkreis Hildesheim tritt der bisherige Erste Kreisrat Olaf Levonen (SPD) gegen den Ministerialbeamten Christian Berndt (CDU) an, die sich in ihren Positionen eher in Nuancen unterscheiden. Eine Außenseiterrolle hat eher der Freidemokrat und Universitätsprofessor Martin Gottschlich, der für die FDP wirbt.

Im großen, fusionierten Landkreis Göttingen/Osterode gilt der bisherige Landrat Bernhard Reuter (SPD) als Favorit. Er muss sich gegen drei Kandidaten behaupten, an der Spitze der Agrarwissenschaftler Ludwig Theuvsen von der CDU. Die FDP wird von Felicitas Oldenburg vertreten, die Linken von Eckhard Fascher. In Peine tritt erneut Landrat Franz Einhaus (SPD) an – gegen den Pastor Burkhard Budde und den Grünen Heiko Sachtleben. Auch in Helmstedt wird ein neuer Landrat gewählt, ebenso wie in Wittmund und in Leer, wo der bisherige Europaabgeordnete Matthias Grote gegen Dirk Lüerßen von der CDU antritt.

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