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Kritik an Abitur nach zwölf Jahren reißt nicht ab

Gesamtschulen Kritik an Abitur nach zwölf Jahren reißt nicht ab

Die Kritik an den Plänen für das Abitur nach zwölf Schuljahren an den Gesamtschulen reißt nicht ab. Am Dienstag sprachen sich auch Industrie- und Handelskammern (IHK) sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) dagegen aus.

Der „integrative Charakter“ und das längere gemeinsame Lernen an Gesamtschulen dürfe nicht in Gefahr geraten, sagten die IHK-Arbeitsgemeinschaft Hannover-Braunschweig sowie der DGB in der Anhörung des Landtags-Kultusausschusses. Mit den verschärften Bedingungen bis zum Abitur werde auch die Quote der Schüler steigen, die den 12. Jahrgang wiederholen müssten, meinte der Sprecher für den DGB, Thorsten Popp.

Die Grünen forderten am Dienstag bei einer kleinen Protestaktion am Landtag in Hannover: „Stoppt den schwarz-gelben Schulhorror“. Sie benannten den „Platz der Göttinger Sieben“ symbolisch in den „Platz der undemokratischen Schulpolitik“ um. Die sieben Göttinger Professoren gelten als Sinnbild für freies Denken und demokratische Beteiligung.

Am Montag hatten bereits zahlreiche Bildungsverbände sowie Eltern- und Schüler-Vertretungen das geplante Schulgesetz von CDU und FDP kritisiert. Aus Sicht der Opposition müssen die Koalitionsfraktionen den Entwurf fallenlassen und einen Bildungsgipfel einberufen. Auch der Verband Bildung und Erziehung bekräftigte in der Anhörung, dass er die Pläne für ein „Turbo-Abi“ an den Gesamtschulen für falsch hält. Die IHK-Arbeitsgemeinschaft betonte, durch die Pläne von CDU und FDP werde den Schülern das bisher problemlose Wechseln der Kurse je nach Leistungsstärke erschwert.

Die niedersächsischen Grünen kritisierten eine „beispiellose Ignoranz“ von CDU und FDP gegenüber der gesellschaftlichen Mehrheit“. Unzufriedene Bürger sollten Schwarz-Gelb bei der Europawahl und der Bundestagswahl die Quittung geben, meinte die Bildungsexpertin der Grünen, Ina Korter. „Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) wäre gut beraten, wenn er den Vorgang stoppt.“

Auch die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Christa Reichwaldt, forderte nach der Verbandsanhörung: „Die Koalitionsfraktionen müssen sich bewegen.“ Anfang Juni wird sich der Kultusausschuss des Landtages in zwei Sitzungen wieder mit dem umstrittenen Gesetzentwurf beschäftigen.

lni

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